Sportschulen: Harter Kampf für den Sport in Berlin

Für das kommende Schuljahr in Berlin haben sich wieder mehr Kinder angemeldet. Entspannt ist die Lage dennoch nicht.

Bevor das eigentliche Training beginnt, haben sich Fatou Touray und Alina Rose schon warmgelaufen. Erst müssen sich die beiden Schülerinnen der Sportschule im Olympiapark im Turnhaus umziehen, dann geht es ein paar Hundert Meter weiter zum Training in die Aufwärmhalle des Olympiastadions. Etwas umständlich ist das Ganze, aber seit anderthalb Jahren machen sie es so, seit die Rudolf-Harbig-Halle, das Landesleistungszentrum Leichtathletik, im Herbst 2015 für die Aufnahme für Flüchtlinge beschlagnahmt und seitdem für den Sport nicht zur Verfügung steht. "Die Trainingssituation ist schwierig", sagen die beiden Schülerinnen, die jetzt kurz vor dem Abitur stehen.

Die Einschränkungen sind auch ein Grund, wieso 2016 die Anmeldezahlen an der Sportschule für den Bereich Leichtathletik eingebrochen sind. Nur drei Schüler hatten sich an der Sportschule im Olympiapark, der früheren Poelchau-Oberschule, angemeldet. Normal sind 15. Aber die unklare Trainingssituation hielt viele ab. Die Aufwärmhalle im Olympiastadion ist keine wirkliche Alternative.

"Das war ein Katastrophenjahr", sagt Reinfried Kugel, beim Landessportbund zuständig für den Bereich Nachwuchsförderung und damit auch für die drei Berliner Eliteschulen des Sports. Aber jetzt sei alles wieder auf gutem Weg. Bei der Leichtathletik gibt es wieder 15 Anmeldungen, und die Rudolf-Harbig-Halle soll im Herbst wieder für den Sport offen sein.

Flatow-Schule startet nur mit zwei Klassen ins neue Jahr

Ganz entspannt habe sich die Situation an...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen