Sprachwissenschaftler verkünden Unwort des Jahres

Sprachwissenschaftler verkünden das Unwort des Jahres

Eine Jury aus Sprachwissenschaftlern verkündet am Dienstag (10.00 Uhr) in Darmstadt das Unwort des Jahres. Im Rahmen der bundesweit viel beachteten Aktion werden seit 1991 aus Sicht der Jury unmenschliche oder unangemessene Begriffe ausgewählt. Damit soll auf "undifferenzierten, verschleiernden oder diffamierenden öffentlichen Sprachgebrauch" aufmerksam gemacht werden.

Im vergangenen Jahr wurde "Anti-Abschiebe-Industrie" zum Unwort des Jahres gekürt. Geprägt hatte den Begriff CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. Er habe den Begriff als "Kampfbegriff" in die politische Diskussion eingeführt, lautete die Begründung der Jury. Daneben wurden die Begriffe "Menschenrechtsfundamentalismus" und "Ankerzentrum" kritisiert.