Sprechender Gargoyle: Denver International Airport nutzt Verschwörungstheorien für PR

Die Gargoyles des Künstlers Terry Allen im Denver International Airport geben Verschwörungstheoretikern reichlich Futter. (Bild: Getty Images)

Seit der Eröffnung des Denver International Airport im US-Bundesstaat Colorado im Jahre 1995 ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien um den Flughafen. Anlass dazu geben unter anderem zwei Gargoyles in der Halle der Anlage. Jetzt erlaubten sich die Verantwortlichen einen Spaß und stellten einen sprechenden Gargoyle auf. Das ist nicht ihr erster Streich auf Kosten der Theorien.

“Willkommen im Hauptquartier der Illuminaten – ähm, ich meine im Denver International Airport”, begrüßt der Gargoyle Reisende im Flughafen der Hauptstadt von Colorado. Der Wasserspeier wirft Passanten freche Kommentare nach, unterhält sich mit Kindern und gibt schlagfertige Antworten. Die Aktion starteten die Verantwortlichen zum 24. Jahrestag des Flughafens, der 1995 eingeweiht wurde. Dabei ist der sprechende Gargoyle in der Haupthalle nur der neueste PR-Gag des Flughafenteams, der direkten Bezug nimmt auf die vielen Verschwörungstheorien, die sich um die riesige Anlage ranken.


“An unserem 24. Geburtstag sind wir nicht nur klüger, sondern auch ein bisschen seltsamer geworden, und es ist zu gut, um es nicht zu teilen! Unser Gargoyle-Freund gab den Reisenden seinen Senf mit auf den Weg und beschenkte sie mit Lächeln und Gelächter. Wer weiß, vielleicht sehen wir unseren Freund wieder?”

Von Wasserspeiern, Pferden und Freimaurern

Inspiriert ist die neueste Aktion durch Theorien rund um die beiden Wasserspeier des Künstlers Terry Allen, die im Bereich der Gepäckrückgabe über die Reisenden wachen sollen. Zusammen mit mehr oder weniger unheimlichen Wandbildern in der Eingangshalle und einer Willkommenstafel mit dem Symbol der Freimaurer geben sie ein geheimnisvolles Gesamtbild über den Flughafen ab. Auch eine fast zehn Meter hohe blaue Pferdestatue auf dem Vorplatz der Anlage, dessen Augen rot leuchten, trägt nicht gerade zur Entmystifizierung des Ortes bei.

Als der Flughafen 2018 renoviert wurde, bezogen sich die Verantwortlichen schon einmal scherzhaft auf die Verschwörungstheorien. Mit großen Plakaten adressierten sie die gängigsten Theorien humorvoll.


“Nichts zu sehen hinter diesen Mauern. Erfahren Sie die Wahrheit über den Bau!”

Auf dem Alienposter ist zu lesen: “Seit der Eröffnung des Flughafens im Jahr 1995 gibt es endlose Gerüchte und Theorien. Die Leute sagen, dass unsere unterirdischen Tunnel zu geheimen Treffpunkten für die Weltelite führen. Unser blaues Pferd gilt als verflucht. Einige glauben, dass wir etwas mit der neuen Weltordnung oder den Freimaurern zu tun haben. Auch sollen wir den Echsenmenschen eine Heimat geben.”

Noch vor der Einweihung der Skulptur “Blue Mustang” im Jahr 2008 starb der Künstler Luis Jiménez in seinem Atelier: Ein Teil der Figur war auf ihn gefallen. (Bild: Getty Images)