Sprit sparen: So verbraucht man beim Fahren weniger Kraftstoff

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Die Preise für Benzin und Diesel sind höher denn je. Umso wichtiger ist es, jetzt Sprit zu sparen - nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt zuliebe. Die wichtigsten Tipps für geringeren Treibstoffverbrauch.

Sprit ist teurer denn je, doch mit den richtigen Tipps lässt sich einiges sparen (Symbolbild: Getty Images)
Sprit ist teurer denn je, doch mit den richtigen Tipps lässt sich einiges sparen (Symbolbild: Getty Images)

Tanken ist teuer geworden: Russlands Angriff auf die Ukraine hat Benzin- und insbesondere Dieselpreise in Deutschland in die Höhe getrieben. Wer auf sein Auto angewiesen ist, muss jetzt tief in die Tasche greifen. Mit ein paar kleinen Veränderungen im Fahrverhalten lässt sich jedoch beim Fahren viel Sprit sparen.

Leichter reisen

Das Spritsparen fängt schon vor der Abfahrt an: Hier gilt es, unnötigen Ballast loszuwerden. Dem ADAC zufolge können 100 Kilogramm zusätzliches Gewicht im Auto bis zu 0,3 Liter Mehrverbrauch pro 100 Kilometer bedeuten. Dies gilt besonders dann, wenn man in der Stadt unterwegs ist, da der meiste Kraftstoff beim Anfahren und Beschleunigen verbraucht wird.

Fahrradträger oder Dachboxen sollten also stets abmontiert werden, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Doch auch kleinere Gegenstände wie alte Landkarten, Getränkekisten oder CDs fallen auf Dauer - buchstäblich - ins Gewicht.

Clever schalten

Beim Anfahren empfiehlt es sich, schnell zu beschleunigen. Besonders entscheidend für eine spritarme Fahrweise ist jedoch frühes Schalten, dem ADAC zufolge bei einer Drehzahl von 2000 Umdrehungen pro Minute. Einen Gang herunterschalten sollte man erst, wenn der Motor zu ruckeln beginnt.

Elektrische Spritfresser abschalten

Von Radio über Klimaanlage bis Sitzheizung: Alles, was im Auto Energie verbraucht, frisst auch Sprit. Während an sicherheitsrelevanter Elektronik wie Scheibenwischer oder Beleuchtung freilich nicht gespart werden sollte, sollten Luxus-Extras wie die Lenkradheizung oder Lüftung nur so lange laufen wie nötig.

Leerlauf meiden

Viele moderne Fahrzeuge kommen bereits mit Start-Stopp-Automatik, die verhindert, dass an roten Ampeln oder Bahnübergängen unnötig Sprit verbraucht wird. Diesen Effekt kann jeder selbst erzielen, indem bei einem voraussichtlichen Leerlauf von mehr als 20 Sekunden der Motor abgestellt wird. Dem ADAC zufolge ist die Belastung für Anlasser und Batterie bei warmem Motor kaum relevant.

Luftdruck prüfen

Viele prüfen den Luftdruck nur vor längeren Fahrten, doch dies regelmäßig zu tun und ihn gegebenenfalls zu erhöhen, kann ebenfalls Sprit sparen. Je geringer der Luftdruck, desto mehr Rollwiderstand haben die Reifen auf der Straße, was den Benzinverbrauch erhöht.

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Bei einigen Fahrzeugen lassen sich die Reifen sogar über die empfohlene Grenze auffüllen, um noch mehr Treibstoff zu sparen. Die Bedienungsanleitung des Autos kann darüber Aufschluss geben.

Kurzstrecken meiden

Ein kalter Motor verbraucht in der Regel mehr Sprit als ein warmer. Wer oft und viele Kurzstrecken fährt, sollte überlegen, welche davon sich womöglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen lassen. Ist ein Auto unerlässlich, sollten nach Möglichkeit mehrere Kurzstrecken miteinander verbunden werden.

Apropos warmer Motor: Das Auto im Stand warmlaufen zu lassen, ist in Deutschland verboten, und das nicht ohne Grund: Es verbraucht unnötig Treibstoff, belastet den Motor und insbesondere die Umwelt.

Geschwindigkeit drosseln

Bei längeren Strecken auf Autobahn oder Landstraße lässt sich am ehesten Sprit sparen, indem man den Fuß vom Gas nimmt. Ideal für einen ausgeglichenen Benzinverbrauch bei schnellem Fahren ist eine Geschwindigkeit von 70 bis 80 Prozent der Höchstgeschwindigkeit des Autos, jedoch nicht mehr als 130 Kilometer pro Stunde.

Auch eine möglichst konstante Geschwindigkeit spart Sprit: Tempomat oder vorausschauendes, umsichtiges Fahren sind besser als ständiges Abbremsen und Beschleunigen.

Das Navi nutzen

Stockender Verkehr oder Stau machen eine derartige Fahrweise freilich unmöglich. Moderne Navigationssysteme melden Verkehrsbehinderungen allerdings und können eine alternative Route vorschlagen. Einige Geräte können sich sogar so einstellen lassen, dass sie besonders spritsparende Routen empfehlen.

Den Motor mitbremsen lassen

Selbst beim Bremsen gibt es eine Variante, die spritsparender ist als andere. Wer vorausschauend fährt, kann bei roter Ampel oder Hindernis so lange wie möglich die Motorbremswirkung nutzen: Anstatt also aufs Pedal zu steigen, lieber den Gang drinlassen und das Auto ausrollen lassen. Da bei den meisten Autos die Zufuhr des Kraftstoffs im Schubbetrieb abgeschaltet wird, spart das Sprit.

Das Auto regelmäßig warten lassen

Bestimmte Ersatzteile wie beispielsweise der Motorluftfilter wirken sich auf den Treibstoffverbrauch aus. Auch ein regelmäßiger Ölwechsel kann dabei helfen, Sprit zu sparen. Der ADAC empfiehlt für optimierten Verbrauch von Benzin oder Diesel also eine regelmäßige Wartung des Fahrzeugs nach Angaben des Herstellers.

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