Städte- und Gemeindebund will Kita-Gruppen vergrößern

Ausbauquote von Kindertagesstätten infrage gestellt

Angesichts des befürchteten Engpasses bei Betreuungsplätzen in Kitas hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund eine Vergrößerung der Gruppen vorgeschlagen. Dies sei eine Möglichkeit, wenn Hilfskräfte wie Bundesfreiwillige eingebunden würden, sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, der "Passauer Neuen Presse". "Es war ein Fehler zu glauben, dass man mit Betreuungsplätzen für 35 Prozent der Kinder den Rechtsanspruch überall erfüllen kann", fügte Landsberg hinzu. Er warnte vor einem Mangel an Plätzen auch in ländlichen Regionen.

Betriebe, die eine Tagesmutter fest anstellen, könnten zudem Fördermittel erhalten. "Die Erfüllung des Rechtsanspruchs darf nicht an überflüssigen Baustandards scheitern", sagte Landsberg weiter. Bei Schulen werde seit Jahren so vorgegangen, "da gibt es notfalls Unterricht im Container". Er rechnet zwar mit Schadenersatzklagen, erwartet aber keine "Klagewelle".

Ab August 2013 haben Eltern für ihre Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Die Kommunen rechnen damit, dass es vor allem in Großstädten nicht immer ausreichend Plätze geben wird.

Quizaction