Städtetagspräsident fordert von Ländern Zusage für Neun-Euro-Ticket-Nachfolge

Städtetagspräsident Markus Lewe hat die Länder aufgefordert, gemeinsam mit dem Bund einen deutschlandweiten Nachfolge-Fahrschein für das Neun-Euro-Ticket auf den Weg zu bringen. Die vom Bund vorgesehenen Mittel für solch ein neues Nahverkehrsticket würden bei Weitem nicht reichen, sagte Lewe der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). Die Länder müssten in die Pflicht genommen werden. "Sie müssen sich jetzt bewegen", sagte der Städtetagspräsident.

Die Finanzierung dürfe am Ende nicht bei den Städten hängenbleiben, warnte Lewe. Gleichzeitig müsse weiterhin massiv in den öffentlichen Nahverkehr investiert werden.

Lewe begrüßte das von der Ampelkoalition am Sonntag vorgelegte neue Entlastungspaket im Volumen von 65 Milliarden Euro im Großen und Ganzen. So lobte er unter anderem die geplante Strompreisbremse.

Das Paket sieht auch eine Nachfolgeregelung für das Neun-Euro-Ticket vor. Der Bund will sich demnach mit 1,5 Milliarden Euro im Jahr an dem Ticket beteiligen - wenn die Länder ihrerseits zur Finanzierung beitragen. Das bundesweite Ticket soll dann zwischen 49 und 69 Euro kosten.

kbh/dja