Städtische Weiher: Kölner Gewässer brauchen mehr Pflege

Stadtentwässerungsbetriebe sollen die Betreuung der 16 städtischen Weiher übernehmen.

Die Weiher in der Flora, im Stadtwald und im Blücherpark, der Clarenbachkanal in Lindenthal – sie alle sind in die Jahre gekommen und brauchen viel Pflege. Die meisten der 16 künstlichen Gewässer im Eigentum der Stadt wurden vor rund 100 Jahren angelegt, die Anlage im Volksgarten ist sogar noch um einiges älter.

Weil der Verwaltung das Geld dafür fehlt, will sie die Stadtentwässerungsbetriebe (Steb) mit den anstehenden Sanierungen und allen weiteren Aufgaben betrauen. Sofern die Ratsfraktionen zustimmen, soll die Steb, eine Anstalt des öffentlichen Rechts, „die hoheitliche Aufgabe der Gewässerunterhaltung“ übernehmen.

„Angespannter Haushalt“

Das kommunale Unternehmen, hervorgegangen aus dem Amt für Stadtentwässerung, betreibt die Klärwerke und Kanalnetz. Zudem ist sie für alle frei liegende und verrohrte Bäche sowie die Anlagen für den Hochwasserschutz zuständig. Da sei es sinnvoll, die Instandhaltung der Weiher ebenfalls „der wasserwirtschaftlichen Kompetenz der Steb“ zu überantworten, wirbt Baudezernent Franz-Josef Höing in einem für den Stadtrat bestimmten Papier.

Zumal es dem Grünflächenamt an Personal und finanziellen Mitteln fehle. In den kommenden acht Jahren müsste die Stadt gut 5,5 Millionen Euro in die Weiherpflege investieren; eine Summe, „die in dieser Größenordnung im angespannten städtischen Haushalt“ nicht aufzubringen sei.

Parkgewässer mit 35 Millionen Euro verbucht

Höing geht davon aus, dass die Steb aufgrund ihrer anderen Organisationsform und ihrer vorhandenen Fachabteilungen die Weiher kostengünstiger in einen besseren Zustand bringen kann.

Der Betrieb stellt seine Leistungen dann gesondert in Rechnung. „Eine Belastung der Gebührenzahler erfolgt aufgrund der Spartenrechnung nicht“, so Höing. In der städtischen Bilanz sind die Parkgewässer mit insgesamt 35 Millionen Euro...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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