Staatsanwaltschaft durchsucht Wohnungen und Büros bei Arbeiterwohlfahrt Hessen

Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main hat am Dienstag 14 Wohnungen und Geschäftsräume der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Hessen und Berlin durchsucht. Hintergrund sind Ermittlungen gegen Verantwortliche der AWO-Kreisverbände in Frankfurt am Main und Wiesbaden, wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft mitteilte. Ihnen werden Betrug und Untreue vorgeworfen.

Zwei Frauen und vier Männer sollen die Stadt Frankfurt im Zusammenhang mit dem Betrieb von zwei Flüchtlingsunterkünften betrogen haben. Dabei seien Personalkosten im hohen sechsstelligen Bereich falsch abgerechnet worden.

Zum anderen sollen die Verantwortlichen die AWO betrogen haben, indem sie ungerechtfertigte Honorare vereinbart und entgegengenommen haben sollen. Dabei soll eine überhöhte Dienstwagenpauschale gewährt worden sein.

Die Ermittlungen wurden nach einer anonymen Anzeige eingeleitet. Die Verantwortlichen seien bei der AWO in Frankfurt und Wiesbaden zum Teil ehrenamtlich in leitenden Funktionen tätig gewesen. Teils hätten sie in beiden Kreisverbänden gleichzeitig gearbeitet.