Staatstrauertag in Belgien zum Gedenken an Opfer der Überschwemmungen

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Schweigeminute bei der EU

Belgien hat in einem Tag der Trauer der Opfer der verheerenden Überschwemmungen gedacht. Punkt Mittag heulten am Dienstag die Sirenen an Feuerwehrstationen im ganzen Land; von 12.01 Uhr bis 12.02 Uhr wurde landesweit eine Schweigeminute abgehalten. In Brüssel standen Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen still, damit Fahrgäste an der Schweigeminute teilnehmen konnten.

An öffentlichen Gebäuden hing die belgische Flagge auf Halbmast. Der Staatstrauertag solle ein Moment sein, um sich zu sammeln angesichts der zahlreichen Todesopfer, hatte Regierungschef Alexander De Croo im Vorfeld erklärt. Er biete aber auch die Möglichkeit, die "vielen Solidaritätsbekundungen und das von den Belgiern empfundene Zusammengehörigkeitsgefühl zu würdigen".

Der Premierminister und das belgische Königspaar hielten die Schweigeminute mit Feuerwehrleuten in dem von Überschwemmungen stark getroffenen Verviers im Osten des Landes ab. Auch EU-Politiker schlossen sich der Schweigeminute an. Die Botschafter der 27 EU-Mitgliedsländer hielten die Schweigeminute zusammen mit EU-Ratspräsident Charles Michel im Rat der Union in Brüssel ab.

"Keine Worte können das verursachte Leid und die Zerstörung beschreiben", erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter. Auch sie legte bei einem Treffen mit den EU-Kommissaren eine Schweigeminute ein.

Bei den Unwettern in Teilen Deutschlands, Belgiens, Luxemburgs und der Niederlande waren in der vergangenen Woche insgesamt mehr als 190 Menschen gestorben. In Belgien kamen 31 Menschen ums Leben, 70 wurden nach Angaben des belgischen Krisenstabs am Dienstag noch vermisst. Die für den belgischen Nationalfeiertag am Mittwoch vorgesehenen Feierlichkeiten werden wegen der Katastrophe nach Angaben der Regierung nur in eingeschränktem Rahmen stattfinden.

mbn/jes

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