Stadionbau: Mein erstes Spiel im Brandenburg Park

Hertha BSC droht mit dem Umzug nach Ludwigsfelde. Der Morgenpost-Reporter hat seinen ersten Bundesliga-Samstag dort verbracht

Ludwigsfelde.  "Tooooooorrr!" dröhnt es in meinen Ohren, und ich kann die Massen um mich herum jubeln sehen. In der Fankurve fliegen Hände, Papierschnipsel und Bierbecher in die Luft, mit Fanschals geschmückte Menschen liegen sich in den Armen. Begeisterung, Freude, Ekstase – hach, Fußball kann so herrlich sein.

Als ich die Augen wieder öffne, ist die Euphorie schlagartig verpufft. Statt einer prall gefüllten Arena sehe ich weites Brachland, statt jubelnden Massen nur Sträucher und Bäumchen, auch die eindrucksvolle Geräuschkulisse hat sich aufgelöst. Wo eben noch Tausende Kehlen ihre Freude herausschreien, mischt sich nun das Rauschen der Autobahn mit Vogelgezwitscher. Ansonsten: Stille. Nichts. Ich bin in Brandenburg.

Der Olympiapark ist die Wunschlösung

Zwischen einem verwaisten Hochsitz und einer Senke habe ich mich am Samstagnachmittag in viel zu hohem Gras niedergelassen, mitten im Brandenburg Park bei Ludwigsfelde, dort, wo sich Hertha BSC ab 2025 eine neue Heimat vorstellen kann, falls es mit der Wunschlösung im Olympiapark nichts werden sollte. Hier also könnte sie stehen, die neue Arena des Berliner Bundesligisten. Die Pläne dafür wurden ­gerade erst präsentiert – Grund genug, das Stadionerlebnis in Brandenburg vorzuempfinden.

Zufahrtswege sind schon mal da. An Platz mangelt es sowieso nicht, fehlt ­also nur etwas Vorstellungskraft. Ob die Bundesligakonferenz im Radio hilft? "Tor in Hamburg!", höre ich, und "Tor in Freiburg!", doch so richtig will der Fußball-Funke nicht überspringen. ...

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