Stadionfrage beim TSV 1860 - Die lange Suche nach der Löwen-Heimat

M. Eicher

Eine Löwen-Arena in Riem wird es nicht geben. Auch das Olympiastadion ist keine Dauerlösung, sagt die Olypark-Chefin. "Unser Traum lebt weiter", sagt Cassalette. Was nun? Die Fragen und Antworten.

Eine Sechzger-Heimat in Riem? Traum zerplatzt. Die "Messelöwen" wird es nicht geben im Münchner Osten, so viel hat Investor Hasan Ismaik durch seine Erklärung am Montag über die gescheiterten Verhandlungen mit der Stadt über ein entsprechendes Areal preisgegeben. Inklusive eines Versprechens sämtlicher Kraftaufwendungen, "damit unser Verein endlich auch ein eigenes Zuhause bekommt". Nun geht die Suche nach einer neuen Heimat in die nächste Runde.

"Wir werden uns jetzt neu orientieren", sagt Cassalette

"Riem scheidet mit dieser Entscheidung aus", erklärte Präsident Peter Cassalette am Dienstag der AZ, "wir werden uns jetzt neu orientieren." Ismaiks Aussage, die Stadt München habe den Wunsch der Löwen abgelehnt und den von OB Dieter Reiter daraufhin veröffentlichten E-Mail-Verkehr mit Ismaik, der eine aktive Distanzierung seitens der Sechzger offenbart, wollte er nicht kommentieren. Reiter ließ mitteilen, er habe so "volle Transparenz herstellen" wollen.

Oberlöwe Cassalette versichert aber: "Unser Traum vom eigenen Stadion lebt selbstverständlich weiter." Keine teure Allianz Arena mehr, wo Sechzig als Untermieter des FC Bayern noch bis 2025 jährlich knapp drei Millionen Euro Miet- und Cateringkosten entrichten muss. Doch wo und wie soll er nur Realität werden, der Sechzger-Traum? Die AZ mit den Fragen und Antworten.

Was planen die Löwen?

Cassalette träumt von einem Neubau. "Ein eigenes, von uns geplantes und nach unseren Wünschen gestaltetes Stadion wäre die präferierte Variante", so der 63-Jährige. Ismaik hatte am Montag zwar ebenfalls im Plural über die Alternativen gesprochen, aber eine genannt: das Olympiastadion. Mit einem Fassungsvermögen von gut 69 000 Zuschauern wäre es groß genug, müsste aber umgebaut werden, wie Ismaik mit seiner Ankündigung einer Machbarkeitsstudie erklärt. Cassalette: "Das Olympiastadion ist eine Option, die wir prüfen müssen. Letztendlich wäre es eine eigene Spielstätte, aber keine eigene Heimat im Unterschied zu einem von uns geplanten und neu gebauten Stadion."

Was sagt die Olympiapark GmbH zu den Plänen?

Olympiapark-Chefin Marion Schöne erklärt der AZ: "Man kann das Olympiastadion fußballtauglich machen, wenn der Verein die Kosten dafür übernimmt." Allerdings weist sie darauf hin, dass eine Rasenheizung fehlt.
Den ganzen Artikel lesen Sie hier

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen