Stadtentwicklung: Hochhäuser - Wie Berlin weiter wachsen soll

Viele sehnen sich nach einem Mittelpunkt, doch die Stadtplaner sehen in den Bezirkszentren den größten Vorteil der Stadt.

"Der wahre Schatz Berlins liegt in seinen vielen Zentren", sagt Senatsbaudirektorin Regula Lüscher. Vor genau zehn Jahren trat die gebürtige Schweizerin ihren Job als oberste Stadtplanerin an. Als neu Zugezogene, so Lüscher weiter, habe sie sich gewundert, warum die Berliner sich so nach dem einen, historisch gewachsenen Zentrum in der Mitte sehnen. Inzwischen sei das Berliner Schloss neu entstanden, Plätze wurden nach historischem Vorbild wiederhergestellt. Jetzt sei es an der Zeit, den Berlinern ins Gedächtnis zu rufen, dass die wahre Stärke Berlins in seiner Polyzentralität, den vielen unverwechselbaren Ortskernen liege. "Wir sollten das Augenmerk wieder auf diese besondere Stärke richten, die uns dabei helfen wird, das starke Bevölkerungswachstum, das auch noch in den kommenden Jahren anhalten wird, zu bewältigen", fordert Lüscher, die seit vergangenem Jahr einen deutschen Pass besitzt.

Die Überlegungen, die die Baudirektorin in dieser Woche bei einer Konferenz des Werkbundes und der Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) darlegte, kommen zur rechten Zeit. Denn die wachsende Stadt – in wenigen Jahren wird die Vier-Millionen-Einwohner-Marke geknackt – muss sich Gedanken darüber machen, wie dieses Wachstum organisiert werden soll. Und sie muss sich fragen, wohin die begrenzten Ressourcen fließen sollen. Denn Berlin ist trotz des Wirtschaftsaufschwungs immer noch eine Stadt mit 59 Milliarden Euro Schulden.

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