Stadtentwicklung: Rathaus Mitte zahlt ab März fast 55 Prozent mehr Miete

Das Rathaus Mitte an der Karl-Marx-Allee

Berlin.  Das Rathaus in Mitte, an der Karl-Marx-Allee 31, gleich hinter dem Kino International, hat einen neuen Eigentümer, die Union Investment. Nach eigener Auskunft hat sie für das Gebäude 87,4 Millionen Euro gezahlt. Die Büroimmobilie mit 20.000 Quadratmetern, der erste Rathausneubau nach dem Mauerfall, wurde 1998 errichtet und dient seitdem als Rathaus des Bezirks Mitte, der dort Mieter ist. Rund 700 von insgesamt etwa 2000 Mitarbeitern des Bezirksamtes Mitte arbeiten dort.

Schon lange vor dem jetzigen Verkauf stand fest, dass sich ab dem kommenden 1. März die monatliche Miete um 54,5 Prozent erhöhen wird. Mit der Verlängerung des Mietvertrags um zehn Jahre hatte das Bezirksamt bereits 2016 die Mieterhöhung akzeptiert. Sie steigt für die 20.000 Quadratmeter Büroflächen von jetzt noch 167.772,98 Euro nettokalt pro Monat auf dann 259.269,40 Euro. Der Bezirk bezeichnete die starke Steigerung damals dennoch als vergleichsweise günstig.

Der neue Eigentümer zeigte sich über den Kauf erfreut. Der Standort Berlin-Mitte entwickele sich weiter sehr positiv, die Leerstandsquote im Bürobereich liege bei historisch niedrigen zwei Prozent, sagte Alejandro Obermeyer, bei Union Investment für das Investment in Europa zuständig.

Wie lange der Bezirk allerdings dort Mieter bleibt, ist ungewiss. Es gibt nämlich auch Pläne, das rund 50 Meter hohe Rathaus-Hochhaus (13 Geschosse) sowie das zweigeschossige Einzelgebäude, in dem sich auch eine öffentlich zugängliche Kantine befindet, nicht dauerhaft nutzen...

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