Star-Produzent Nico Hofmann über Corona-Erkrankung: "Der Verlauf war kritisch"

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Nico Hofmann (58) ist seit 1. September 2017 alleiniger CEO der UFA-Gruppe. (Bild: UFA GmbH)
Nico Hofmann (58) ist seit 1. September 2017 alleiniger CEO der UFA-Gruppe. (Bild: UFA GmbH)

Mit einer Corona-Erkrankung ist nicht zu spaßen. Das zeigt nun einmal mehr der Fall von Nico Hofmann. In einem Gastbeitrag schilderte der Filmproduzent den Verlauf seiner Infektion und appellierte an die Solidarität der Deutschen.

Als Geschäftsführer der UFA ist Nico Hofmann einer der einflussreichsten Filmproduzenten Deutschlands. In den letzten Wochen musste die Arbeit allerdings ruhen. Allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz infizierte sich der 61-Jährige mit dem Coronavirus. "Nun hat mich Corona vor drei Wochen selbst erwischt - vier Tage vor meinem Arzttermin für die Booster-Impfung", schrieb Hofmann in einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung.

Trotz zweifacher Impfung sei sein Zustand "kritisch" gewesen, führte er aus: "Über zehn Tage lang lag das Fieber knapp unter 40 Grad." Zwar habe er sich nicht ins Krankenhaus zur Behandlung begeben müssen, allerdings nur dank Hausbesuchen seiner Potsdamer Hausärztin, wie Nico Hofmann beschrieb: "Selbst ein solcher mittelschwerer Verlauf ist kräftezehrend."

Gleichzeitig dachte er an all die Menschen, die in Krankenhäusern um das Wohlergehen der Patienten bemüht sind: "Das ganze Martyrium, dem sich Pflegepersonal und Ärzteschaft gemeinsam mit ihren Patienten permanent stellen müssen, wird in Umrissen spürbar." Umso widersprüchlicher seien oft politische Corona-Debatten. "Bittere Wahrheit auszusprechen sollte hier ein Grundpfeiler politischer Moral sein, davon ist im Moment wenig zu spüren", kritisierte Hofmann. Seine Covid-Infektion relativiere "all die absurden Diskussionen".

"War ich mir mit der Impfung zu sicher?"

Doch Hofmann suchte die Schuld auch bei sich selbst und warf die Frage auf, ob er zu naiv gewesen sei: "War ich mir mit der Impfung zu sicher, was den eigenen Schutz anbelangt?" Eine "Leichtfertigkeit im Denken" habe ihn anfälliger für eine Ansteckung gemacht, mutmaßte der Filmproduzent.

"Umso wichtiger scheint mir im Moment Umsicht und Solidarität, gerade hier endet bei mir das Verständnis für viele (sehr deutsche) Debatten", appellierte Nico Hofmann. Es sei bereits "fünf nach zwölf", warnte er und bemerkte abschließend: "Es liegt an unserer eigenen Haltung zu unseren Mitmenschen, wie wir die nächsten Wochen leben und überleben wollen."

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