Starke Technik-Werte - Nvidia-Aktie legt massiv zu, VW steigt bei E-Auto-Hersteller Rivian ein

Nvidia Mitgründer und CEO Jen-Sen Huang.<span class="copyright">AFP via Getty Images</span>
Nvidia Mitgründer und CEO Jen-Sen Huang.AFP via Getty Images

Die US-Technikbörse Nasdaq 100 meldet sich zurück mit deutlichen Kurssteigerungen. Für Aufsehen sorgt der VW-Einstieg beim US-Autobauer Rivian. Auch KI-Chiphersteller Nvidia legt wieder zu.

Der Nasdaq 100##chartIcon gewinnt am Dienstag 1,16 Prozent 19.701 Punkte. Die Aktie des US-E-Autoherstellers Rivian stieg um 49,9 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass sich Volkswagen an dem Unternehmen beteiligen wird.

Ziel der VW-Beteiligung am kleineren US-Konkurrenten Rivian sei es, eine gemeinsame Softwareentwicklung für E-Autos auf die Beine zu stellen, so rp-online. VW werde in den kommenden Jahren bis zu fünf Milliarden Dollar (gut 4,6 Milliarden Euro) in Rivian stecken.

In einer Mitteilung beider Unternehmen vom Dienstagabend betonten die Konzernführungen, dass die Partnerschaft dazu dienen soll, „die Softwareentwicklung der Volkswagen Group und von Rivian zu beschleunigen“. Die Technologie von Rivian soll die Grundlage für die Software künftiger Elektroauto-Modelle bilden. „Diese wird in den Fahrzeugen beider Unternehmen zum Einsatz kommen.“ Die ehrgeizigen Pläne sollen laut VW noch vor 2030 Früchte tragen.

Rivian erzielt aktuell einen Börsenwert von 11,9 Milliarden Dollar (11 Milliarden Euro), nachdem die Aktie infolge der VW-Pläne 17,93 Dollar hochsprang.

 

Nvidia legt 6,76 Prozent zu

Die zuletzt stark unter Druck stehende Aktie von Nvidia konnte am Dienstagabend 6,76 Prozent gewinnen. Damit kletterte der Firmenwert des KI-Chipherstellers wieder auf 3,1 Billionen Dollar – ein Plus von 200 Milliarden Dollar (186 Milliarden Euro) an nur einem Tag. Das entspricht ungefähr dem Gesamtwert von SAP, dem wertvollsten deutschen Unternehmen. Oder den addierten Werten von Mercedes-Benz, BMW, Deutsche Post und Deutsche Bank.

 

Im Gegensatz zu den Technikwerten verlor der US-Leitindex Dow Jones Industrial##chartIcon am Dienstag, er ging mit einem Minus von 0,76 Prozent aus dem Handel.

Amazon lässt Werbung von KI erstellen

Der US-Konzern Amazon lässt Dienstleistungen für die vielen Händler auf seinem weltweiten Online-Marktplatz nunmehr auch von Künstlicher Intelligenz erzeugen. Dazu zählen neben KI-erzeugten Produktbeschreibungen auch Marketingtexte, Bilder und Werbung. Das sagte Dharmesh Mehta, der für den Marktplatz zuständige Amazon-Vizepräsident.

„Wir stehen erst am Anfang, aber in der kurzen Zeit seit dem Start dieser Features haben wir in Europa bereits 30.000 Verkäufer, die diese Angebote nutzen“, sagte der US-Manager der dpa bei einem Besuch in München. Für einen KI-erzeugten Vorschlag einer Artikelbeschreibung genügen nach Mehtas Worten mittlerweile in etlichen Fällen Fotos der betreffenden Produkte.

Darüber kann die Amazon-KI nach Mehtas Worten aber auch kreative Aufgaben übernehmen, die bislang eine menschliche Domäne waren: „So viele Verkäufer erzeugen nicht nur Produktbeschreibungen, sie wollen sie auch bewerben. Und so erzeugen wir Werbeanzeigen für sie. Die Anzeigen, die wir erzeugen, haben im Schnitt eine um 40 Prozent höhere Click-Through-Rate.“

Dax gibt nach, Airbus-Aktie bricht ein

Am Dienstag ging es für denDax##chartIcon nach unten. Der deutsche Leitindex schloss 0,81 Prozent leichter bei 18.177 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte schloss bei 25.467 Punkten um 0,92 Prozent leichter.

Der Dax wurde belastet von Gewinnwarnungen des Flugzeugbauer Airbus sowie des Pharma-Lifestyle-Konzerns Merck.

Der weltgrößte Fluzeughersteller Airbus##chartIcon senkte seine Jahresziele wegen einer Abschreibung in der Raumfahrtsparte und anhaltender Problemen in der Lieferkette bei Geschäftsmaschinen. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen dürfte im laufenden Jahr nun nur noch bei rund 5,5 Milliarden Euro liegen. Zuvor hatte das Ziel bei 6,5 bis 7,0 Milliarden Euro gelegen.

Ein Händler bezeichnete die Airbus-Mitteilung als „harsche Gewinnwarnung“. US-Investmentbanken wie JPMorgan und UBS senkten die Kursziele für die Papiere, die Deutsche Bank gab gar ihre Kaufempfehlung auf. Airbus-Aktien brachen um 9,5 Prozent ein.