Nach starken Regenfällen in Argentinien mehrere tausend Menschen evakuiert

Nach dem verheerenden Erdrutsch in der kolumbianischen Stadt Mocoa ist die Zahl der Toten auf mehr als 250 gestiegen. Die Farc-Guerilla bot überraschend ihre Mithilfe beim Wiederaufbau der Stadt an

Nach tagelangen starken Regenfällen sind in Argentinien tausende Menschen in Sicherheit gebracht worden. Eine der am stärksten betroffenen Städte war Comodoro Rivadavia, eine Hafenstadt in Patagonien an der Atlantikküste mit 180.000 Einwohnern, 1760 Kilometer südlich von Buenos Aires. Dort befanden sich am Sonntag noch 1500 Einwohner in 26 Notunterkünften, wie der Bürgermeister der Stadt, Carlos Linares, vor Fernsehkameras sagte.

In der Stadt seien binnen drei Tagen 286 Millimeter Regen gefallen, mehr als der Jahresdurchschnitt von 238 Millimetern. "Erst müssen wir den Menschen helfen, danach müssen wir die Stadt wieder aufbauen", sagte der Bürgermeister. Straßen, Brücken und Kanalisation seien zerstört worden, in den Stadtvierteln liege der Schlamm meterhoch.

In der Stadt Santa Rosa 600 Kilometer südlich von Buenos Aires mussten seit Donnerstag 3000 Menschen ihre Häuser verlassen. In der 103.000 Einwohner zählenden Stadt fielen 300 Millimeter Niederschlag, während die durchschnittliche Niederschlagsmenge im März bei 92 Millimetern liegt.

In der nordöstlichen Provinz Catamarca war der vergangene Monat der regenreichste März seit 32 Jahren: Flüsse traten über die Ufer, zerstörten Straßen und schlossen die Bewohner entlegener Dörfer von der Außenwelt ab.

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