"Das ist mir zu billig!" Flick wird deutlich

Die deutsche Nationalmannschaft hat doch ein Zeichen gesetzt!

Sowohl bei der Ankunft als auch beim Mannschaftsfoto beim WM-Auftakt gegen Japan, der mit 1:2 verloren ging, drückte die deutsche Nationalmannschaft ihren Protest aus.

Unmittelbar vor dem Anpfiff im Khalifa International Stadium von Ar-Rayyan stellte sich die deutsche Startelf zum Teamfoto auf - alle hielten sich dabei demonstrativ den Mund zu. Im Weltbild war die Aktion nur von der Seite zu sehen.

„Wir wollten mit unserer Kapitänsbinde ein Zeichen setzen für Werte, die wir in der Nationalmannschaft leben: Vielfalt und gegenseitiger Respekt“, teilte der DFB bei Twitter mit: „Gemeinsam mit anderen Nationen laut sein. Es geht dabei nicht um eine politische Botschaft: Menschenrechte sind nicht verhandelbar.“

Die sollte laut Aussage des Verbands „selbstverständlich sein. Ist es aber leider immer noch nicht. Deshalb ist uns diese Botschaft so wichtig. Uns die Binde zu verbieten, ist wie den Mund zu verbieten. Unsere Haltung steht.“

Flick: „Das ist mir zu billig“

Bitter für das deutsche Team: Zum Auftakt setzte es eine 1:2-Pleite. SPORT1 fragte Bundestrainer Hansi Flick, ob die One-Love-Debatte, die in den vergangenen Tagen für reichlich Aufregung gesorgt hatte, das Team beeinflusst habe.

„Nein, wir suchen keine Ausreden.  Das ist mir zu billig“, antwortete Flick nach der Partie.

Regenbogenfarben auf den Jacken

Flicks Spieler hatte bereits bei der Ankunft ein Zeichen gesetzt, als sie mit Regenbogenfarben ins Stadion gekommen waren. (NEWS: Alles Wichtige zur WM)

Jamal Musiala, Nico Schlotterbeck und Co. trugen bei der Ankunft im Khalifa International Stadium in Al-Rayyan weiße DFB-Jacken, an deren Ärmeln dünne Streifen in den bunten Regenbogen-Farben zu sehen waren.

Oliver Bierhoff hatte im Vorfeld der Partie bereits eine solche Aktion angedeutet. „Wir werden sehen. Das hat die Spieler sehr beschäftigt“, sagte der DFB-Geschäftsführer wenige Stunden vor dem Anpfiff in der ARD. (DATEN: WM-Spielplan 2022)

Mit Sport-Informations-Dienst