Startschuss für Wiederaufbau von zerstörter Moschee in Mossul

Überreste der Al-Nuri-Moschee in Mossul

Im Irak ist am Montag der Startschuss für den Wiederaufbau der Al-Nuri-Moschee in Mossul und ihr berühmtes schiefes Minarett gegeben worden. Die Kulturministerin der Vereinigten Arabischen Emirate, Nura al-Kaabi, teilte bei einer Zeremonie mit ihrem irakischen Kollegen Fariad Rawandusi im Nationalmuseum in Bagdad mit, dass ihr Land den Wiederaufbau mit 50,4 Millionen Dollar (41 Millionen Euro) finanzieren werde.

Das Wahrzeichen der nordirakischen Stadt war im vergangenen Juni bei den Kämpfen der irakischen Regierungstruppen mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zerstört worden. Die Armee warf der sunnitischen Extremistengruppe vor, die Moschee vor ihrer Vertreibung aus Mossul gesprengt zu haben. Von ihrer Kanzel hatte der IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi im Juni 2014 ein "Kalifat" in Teilen Syriens und des Irak ausgerufen.

Die Moschee war 1172 von dem Herrscher Nureddin al-Sinki gebaut worden, jedoch im Zuge eines Erneuerungsprojekts 1942 abgerissen und neu errichtet worden. Das Minarett Al-Hadba ("Die Bucklige") war eines der wenigen Überreste des ursprünglichen Baus. Die Vertreterin der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) in Bagdad, Louise Haxthausen, nannte den Wiederaufbau ein "ehrgeiziges, für die Wiederauferstehung Mossuls und des Iraks höchst symbolträchtiges Projekt".