Statistik: Mehr Babys, mehr Ausländer: Berlin wächst weiter

In Berlin leben so viele Menschen wie nie seit dem Weltkrieg. Grund ist der Babyboom und zuziehende Flüchtlinge. Die Stadt wird jünger.

Berlin.  Das Bevölkerungswachstum in der Hauptstadt geht weiter: Wie aus den neuesten Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hervorgeht, lebten in Berlin im Jahr 2016 rund 3,575 Millionen Menschen. Das entspricht einem Zuwachs von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damals betrug die Zuwachsrate 1,4 Prozent.

Vor allem die Einwohnerwanderung wirkt sich positiv aus. So zogen 54.200 Menschen mehr nach Berlin als von dort weg. Die Mehrheit von ihnen sind junge Menschen, allein in der Gruppe der 18- bis 30-Jährigen waren es 44.400. Über 60-Jährige kehren der Hauptstadt eher den Rücken. "Berlin wächst und wird jünger", hieß es in der Mitteilung des Statistikamtes am Donnerstag.

Zuzug von Flüchtlingen macht sich bemerkbar

Die Neu-Berliner sind fast ausschließlich Ausländer. Während in der Summe 5400 Personen deutscher Staatsangehörigkeit Berlin verließen, betrug der Zuzugsüberschuss bei den Ausländern 59.600 Personen. Ende 2016 lebten 598.300 Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Berlin, 9,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ausländerquote lag damit bei 16,7 Prozent. Das sind 1,2 Prozentpunkte mehr als 2015. Der Anteil ausländischer Schüler stieg sogar um 17 Prozent.

Vor allem der Zuzug von Flüchtlingen macht sich in der Bevölkerungsstatistik bemerkbar. Allein aus Syrien kamen 2016 mehr als 10.000 Menschen nach Berlin. Zwar haben die meisten ausländischen Mitbürger nach wie vor einen türkischen (97.682) oder einen polnischen (55.846) Reisepass, auf P...

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