Stefanik zu Nachfolgerin von Trump-Kritikerin Cheney in Fraktionsspitze gewählt

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Trump-Verbündete Elise Stefanik

Nach dem Rauswurf der Trump-Kritikerin Liz Cheney aus der Fraktionsführung der US-Republikaner ist die Abgeordnete Elise Stefanik zu ihrer Nachfolgerin gewählt worden. Die 36-jährige Verbündete von Ex-Präsident Donald Trump wurde am Freitag zur neuen Nummer drei der Konservativen im Repräsentantenhaus gewählt. Stefanik setzte sich bei einer Abstimmung in der Fraktion Medienberichten zufolge mit 134 zu 46 Stimmen gegen den Abgeordneten Chip Roy durch.

Trump gratulierte Stefanik zu ihrem "großen und überwältigenden Sieg". "Die Republikaner im Repräsentantenhaus sind vereint und die Bewegung Make America Great Again ist stark!", erklärte er. "Macht Amerika wieder großartig" war schon 2016 Trumps Wahlkampfmotto - und ist bis heute sein Slogan.

Stefanik dankte dem Ex-Präsidenten für seine Unterstützung: Der 74-Jährige, der bei der Basis großen Rückhalt genießt, sei nach wie vor ein "sehr wichtiger Teil unseres republikanischen Teams".

Cheney war am Mittwoch nach scharfer Kritik an Trump aus der Fraktionsführung geworfen worden. Die 54-jährige Tochter des früheren Vizepräsidenten Dick Cheney hatte wiederholt die "große Lüge" angeprangert, Trump habe die Präsidentschaftswahl vom 3. November nur durch massiven Wahlbetrug gegen den Demokraten Joe Biden verloren. Nach der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar hatte die Abgeordnete aus dem Bundesstaat Wyoming zudem als eine von nur zehn Republikanern für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump gestimmt.

Trump und seine Verbündeten gehen hart gegen parteiinterne Kritiker des Ex-Präsidenten vor. Trump selbst hatte öffentlich Stimmung gegen Cheney gemacht und für Stefanik als ihre Nachfolgerin in der Fraktionsspitze geworben.

Die 36-jährige Abgeordnete aus dem Bundesstaat New York versprach nun, sich für die "Einheit" der Partei einsetzen zu wollen. Sie wolle außerdem die "zerstörerische, radikale, weit links stehende, sozialistische Agenda von Präsident Joe Biden" bekämpfen.

Stefanik war 2014 mit 30 Jahren als bis dahin jüngste Frau der US-Geschichte ins Repräsentantenhaus gewählt worden. Sie galt lange Zeit als moderate Republikanerin, einige Konservative hielten sie gar für zu liberal. Sie machte dann vor allem als Unterstützerin Trumps auf sich aufmerksam und hat sich hinter die durch nichts belegten Wahlbetrugsvorwürfe des Ex-Präsidenten gestellt.

Die Oppositionspartei hofft, den regierenden Demokraten bei den Kongresswahlen im Herbst 2022 die Mehrheit in Repräsentantenhaus und Senat entreißen zu können.

fs/lan

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