Steglitz-Zehlendorf: Thomas Heilmann entscheidet den Showdown für sich

Der Machtkampf ist entschieden: Die CDU Südwest wählt Thomas Heilmann zum Direktkandidaten für den Bundestag.

Die Mitglieder haben den Kampf um die Kandidatur für das Bundestagsmandat der CDU in Steglitz-Zehlendorf entschieden. Bei der wohl größten Wahlversammlung in der Geschichte der Berliner Union stimmten am Sonntag im Cole Sports Center in Dahlem 378 Christdemokraten für den früheren Justizsenator und Kreisvorsitzenden Thomas Heilmann. Sein Kontrahent, der bisherige Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann, erhielt 252 Stimmen. Insgesamt wählten 682 Christdemokraten mit. Schon ehe das Ergebnis verkündet wurde, verließ der gescheiterte Bewerber die Halle. Heilmann sprach danach von einem "großartigen Beweis für Demokratie".

Im zweiten Anlauf hat die Union in ihrem größten Berliner Kreisverband dann doch klare Verhältnisse geschaffen. Am 1. März hatte es noch ein Patt gegeben, beide Bewerber bekamen mit 245 die exakt gleiche Stimmenzahl. Daraufhin war die Versammlung vertagt worden.

In der Zwischenzeit eskalierte der Streit. Es wurden Vorwürfe laut, wonach bei der Umfrage der Kreisgeschäftsstelle zur Einführung des Mitgliederprinzips gefälschte Stimmzettel abgegeben worden seien. Das Ja der Basis für die Abkehr von der jahrzehntelangen Praxis, Delegierte entscheiden zu lassen, war die Grundlage für die aktuelle Entwicklung. Für die Fälschungen wurde das Lager um den Bundestagsabgeordneten Wellmann verantwortlich gemacht. Dieser wehrte sich gegen die Vorwürfe, wechselseitig wurde mit rechtlichen Schritten gedroht. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie wegen Urkundenfälschung ermittel...

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