Steinmeier fordert respektvollen Umgang mit Polizisten und Feuerwehrleuten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat mit Blick auf die Silvesterkrawalle einen respektvollen Umgang mit Einsatzkräften eingefordert. "Ich erwarte, dass wir als Gesellschaft respektvoll gegenüber all jenen sind, die für uns alle den Kopf hinhalten, die sich für unsere Demokratie und in unserer Demokratie engagieren", sagte Steinmeier am Dienstag bei einem Neujahrsempfang für engagierte Bürgerinnen und Bürger. Er betonte: "Polizisten und Feuerwehrleute sind keine Prügelknaben für Frustrierte!"

"Polizisten und Feuerwehrleute wurden angegriffen, in Hinterhalte gelockt, beschossen. Menschen in Uniform wurden zur Zielscheibe eines enthemmten Mobs – und nichts rechtfertigt diese Gewalt", sagte Steinmeier laut Redetext weiter. Er wünsche sich "eine rasche, konsequente Strafverfolgung der Täter", betonte der Bundespräsident.

In der Silvesternacht waren Einsatz- und Rettungskräfte in Berlin und anderen Städten massiv angegriffen worden. Zum Teil musste die Polizei ausrücken, um Feuerwehrleute beim Löschen von Bränden gegen Angriffe zu schützen.

Ebenso wie Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Sanitäter stünden auch die Menschen im Gesundheitssystem "jeden Tag – und jede Nacht – für die Sicherheit und die Lebensrettung der Bürgerinnen und Bürger ein", sagte Steinmeier weiter. "Diejenigen, die helfen und retten, gehen im Dienst für unsere Gesellschaft regelmäßig weit über die Grenzen der eigenen Kraft hinaus", hob er hervor. "Dafür zolle ich ihnen all meinen Respekt – und weiß um die Dringlichkeit, die Arbeitsbedingungen in der Pflege und im Gesundheitssystem besser zu gestalten."

Es gehöre "zu den dringenden Aufgaben auch in diesem Jahr, das Gesundheitssystem widerstandsfähiger gegen große Belastungen zu machen", betonte Steinmeier. "Es darf nicht sein, dass Familien mit ihren kranken Kindern nicht in nahegelegenen Kliniken aufgenommen werden können und weitergeschickt werden müssen."

Zu dem Neujahrsempfang im Amtssitz des Bundespräsidenten waren Repräsentanten des öffentlichen Lebens und rund 70 engagierte Bürgerinnen und Bürger aus allen Bundesländern eingeladen; auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nahm daran teil.

cha/pw