Steinmeier spricht Kolumbianern nach Schlammlawine Mut zu

Soldaten suchen Opfer der Erdrutsche in Mocoa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der Schlammlawine im Süden Kolumbiens den Menschen dort Mut zugesprochen. "Mit Erschrecken" habe er die Nachrichten und Bilder der schlimmen Überschwemmungen und Erdrutsche aus der am schwersten getroffenen Stadt Mocoa gesehen, erklärte Steinmeier am Samstagabend in Berlin.

"Mit mir sind heute viele Deutsche in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer und bei den Frauen und Männern, die sich noch in Gefahr befinden und auf Rettung hoffen", fügte der Bundespräsident hinzu. Er wünsche den Rettungskräften "viel Kraft und Glück bei ihrer schwierigen Aufgabe in dieser extremen Situation".

Sintflutartige Regenfälle hatten eine katastrophale Schlammlawine ausgelöst: Präsident Juan Manuel Santos bezifferte die Zahl der Toten am Samstag auf mindestens 154, das Rote Kreuz sprach von 400 Verletzten und 220 Vermissten. Betroffen war vor allem die 40.000-Einwohner-Stadt Mocoa: Die Schlamm-Massen wälzten sich durch die Straßen und rissen ganze Häuser, zwei Brücken, Autos und Bäume fort.

Es handele sich um eine Tragödie von unvorstellbarem Ausmaß, sagte die Gouverneurin der Region Putumayo, Sorrel Aroca. "Ganze Wohnviertel" seien im Katastrophengebiet verschwunden.

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