Steueroasen: Das sind die 17 Länder auf der EU-Blacklist

Reuters
Steueroase Panama City

Die Europäische Union erhöht mit einer schwarzen Liste den Druck auf Steueroasen. Die Aufstellung der 17 Länder sei notwendig, da sie sich trotz monatelanger Gespräche geweigert hätten, ihre Steuerschlupflöcher zu schließen, sagte EU-Steuerkommissar Pierre Moscovici am Dienstag in Brüssel.

„Für mich ist das ein wichtiger Meilenstein nach zwei Jahren Kampf." Direkte Sanktionen gibt es vorerst jedoch nicht. "Der Platz auf der Liste sollte ausreichen, um die Länder zur Kooperation zu bewegen“, sagte Bundesfinanzminister Peter Altmaier.

45 weitere Staaten auf grauer Liste

Auf der Liste, auf die sich alle Finanzminister der Union einigten, stehen einige alte Bekannte und viele abgelegene Inselgruppen: Amerikanisch-Samoa, Bahrain, Barbados, Grenada, Guam, Südkorea, Macau, die Marshall-Inseln, die Mongolei, Namibia, Palau, Panama, St. Lucia, Samoa, Trinidad und Tobago, Tunesien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. Vereinbart wurde zudem eine Art graue Liste von 45 Staaten, die versprachen, sich bald an EU-Standards zu halten.

Die EU-Länder beraten seit langem über die Einführung einer Liste von Ländern, die Steuertrickser unterstützen. Bislang legen die Mitgliedstaaten nach unterschiedlichen Kriterien eigene Listen an. Das Thema nahm Fahrt auf, nachdem mehrmals Informationen über die Strategien von Reichen und Unternehmen zur Steuervermeidung weltweit in den Schlagzeilen waren.

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