Steuerserie: Wann es sich lohnt, Kapitalerträge anzugeben

Steuer-Serie (Teil 6): Trotz Abgeltungsteuer kann sich das Ausfüllen der „Anlage KAP“ rechnen.

Mit der Abgeltungsteuer sollte alles ganz einfach werden. 25 Prozent Kapitalertragsteuer werden direkt an der Quelle abgezogen. Die nervige Abrechnung über die Steuererklärung können sich Anleger sparen. So weit die Theorie.

Die vergangenen Jahre haben allerdings gezeigt, dass es in der Praxis nicht ganz so einfach läuft. Einige Steuerzahler müssen trotz Abgeltungsteuer nach wie vor die "Anlage KAP" ausfüllen. Etwa wenn sie Kapitalerträge aus dem Ausland erhalten. Oder wenn mit der Abgeltungsteuer nicht auch gleich Kirchensteuer einbehalten wurde.

Andere sollten die "Anlage KAP" unbedingt ausfüllen, wenn sie kein Geld verschenken wollen. Beim Ausfüllen helfen die Steuerbescheinigungen der Banken. "Diesen können Steuerzahler in der Regel entnehmen, was in welcher Zeile einzutragen ist", sagt Steuerberater Wolfgang Wawro.

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Geringes Einkommen Wer lediglich über ein geringes Einkommen verfügt, sollte seine Kapitalerträge und die einbehaltene Abgeltungsteuer in der "Anlage KAP" eintragen und eine Günstigerprüfung beantragen. Dazu müssen Steuerzahler in Zeile 4 eine 1 eintragen. Dies rechnet sich in der Regel, wenn das zu versteuernde Einkommen unter 15.500 Euro bei Alleinstehenden bzw. 31.000 Euro bei Verheirateten liegt. "In Betracht kommt diese Möglichkeit vor allem für Kinder, Studenten, Rentner oder Arbeitslose", sagt Peter Kauth vom Internetportal Steuerrat24.de. Das Finanzamt prüft dann, ob es günstiger ist, Kapitalerträge mit dem persönlichen...

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