Stiftung Warentest: Kräutertee häufig mit Schadstoffen belastet

Kamillentee und Kräuterteemischungen sind laut Stiftung Warentest häufig mit Schadstoffen belastet. "Auch wenn von belasteten Tees keine akute Gefahr ausgeht, erhöht sich durch das regelmäßige Trinken das Risiko für Tumore und Leberschäden", berichtet die Zeitschrift "Test" in ihrer April-Ausgabe. Bedenklich seien vor allem Pyrrolizidinalkaloide. Diese Gifte seien in Lebensmitteln unerwünscht, weil sie sich im Tierversuch als krebserregend und erbgutschädigend gezeigt hätten.

Pyrrolizidinalkaloide können dem Bericht zufolge in Tee gelangen, wenn sie bei der Kräuter-Ernte nicht aussortiert werden. Mit diesen Giften wehren sich demnach Wildkräuter gegen Fraßfeinde.

Die Stiftung Warentest prüfte insgesamt 64 Kräutertees. Nur gut die Hälfte davon habe überzeugt, berichtete die "Test". Während sich in Kamillentees und Kräutermischungen häufig schädliche Substanzen fanden, waren fast alle Fenchel- und viele Pfefferminztees frei davon. Fencheltee, der oft Babys zum Trinken angeboten wird, schnitt zum größten Teil mit "sehr gut" ab. Sechs Tees wurden demnach mit "ausreichend" bewertet, ein weiterer mit "mangelhaft".

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