Stiftung Warentest: VW-Bank schlampte bei Kreditverträgen

Käufer von Autos des VW-Konzerns können nach Einschätzung der Stiftung Warentest ihren Wagen zurückgeben, wenn sie ihn nach dem 10. Juni 2010 über die VW-Bank finanziert haben. Grund sind Fehler der Bank in den Verträgen, wie die Stiftung Warentest am Freitag mitteilte. Besonders vorteilhaft ist die Rückgabe demnach für ab dem 13. Juni 2014 gekaufte Wagen.

Hintergrund ist ein Verfahren vor dem Landgericht Berlin. Dort macht Rechtsanwalt Christof Lehnen aus Trier geltend, in dem Kreditvertrag seines Mandanten fehlten Angaben, zu denen die Bank gesetzlich verpflichtet sei. Insgesamt seien die Angaben in dem Vertrag unvollständig, widersprüchlich und verwirrend, argumentiert er.

In der Verhandlung habe die Vorsitzende Richterin deutlich gemacht, dass Verbraucher ihr Auto zurückgeben können, wenn sich die Fehler bestätigen, erklärte nun die Stiftung Warentest. Die Bank müsse dann die bisherigen Kreditraten zurückzahlen. Wegen neuer Verbraucherschutzgesetze müssten sich die Kunden bei Krediten ab dem 13. Juni 2014 nicht einmal den Vorteil der bisherigen Nutzung anrechnen lassen. Dies sei dann auch für Betroffene des VW-Abgasskandals die vorteilhaftere Variante.

Nach Informationen von Stiftung Warentest wollen der Anwalt und die VW-Bank nun über einen außergerichtlichen Vergleich verhandeln. Zu einem Urteil, auf das sich dann auch andere Kunden der VW-Bank stützen könnten, komme es dann nicht. Dennoch könnten Betroffene ihre Ansprüche geltend machen. Tipps und einen Musterbrief hierfür bietet die Stiftung Warentest auf ihrer Internetseite an.

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