Stillstand in der Stadt: Berlins Verkehrslenkung braucht endlich neue Impulse

Die Berliner Verkehrslenkung ist eher eine „Verkehrslähmung“. Dieser Stillstand ist gefährlich, kommentiert Lorenz Vossen.

Schon länger hat die Verkehrslenkung Berlin (VLB) ihren Spitznamen weg: "Verkehrslähmung Berlin" wird die für die Hauptstraßen Berlins verantwortliche Behörde inzwischen nicht nur in Fachkreisen genannt. Denn auf etlichen Baustellen in der Stadt geht es nicht voran. Oft warten Unternehmen allein Wochen auf die Genehmigung für das Verschieben eines Bauzauns. Die Betriebe beklagen durch den Mangel an Planbarkeit Einbußen in Millionenhöhe, mindestens 500 Arbeitsplätze sollen seit 2011 schon verloren gegangen sein.

Die inzwischen von den Grünen geleitete Senatsverkehrsverwaltung hatte nach der Wahl versprochen, die unbeliebteste Behörde der Stadt umzustrukturieren. Vor allem mehr Mitarbeiter sollten eingestellt werden; an fehlendem Personal krankt die VLB hauptsächlich. Tatsächlich wurden 20 neue Stellen genehmigt, Prämien für besonders fleißige Mitarbeiter angekündigt. Doch wer neu anfing, war dann schnell wieder weg – in der Privatwirtschaft oder beim Bund verdient man besser. Nicht mal einen richtigen Chef kann die VLB vorweisen, bei der letzten Ausschreibung fand sich kein passender Kandidat, der sich den Job antun wollte.

Dieser Stillstand ist gefährlich – und angesichts der vom Senat geplanten Verkehrswende bemerkenswert. Man kann viele Radwege und Tram-Strecken versprechen, doch wenn niemand die Ideen in der Praxis möglich macht, geht das an die Glaubwürdigkeit. Wie in der Verkehrspolitik muss auch bei der dafür so wichtigen VLB ein Umdenken stattfinden. Sinnvoll könnte nebe...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen