Strafprozess: Mit dem Enkeltrick 148.000 Euro von Rentner abgezockt

27-Jährige Angeklagte legt vor Gericht Geständnis ab. Sie war die „Läuferin“, die von den Opfern das Geld abholen musste.

Die 27-jährige Alexis L. hat den gleichen komplizierten Nachnamen wie der 49-jährige Arkadiusz L. Das ist vielleicht ein Zufall, vielleicht auch nicht. Beide sind offiziell ansässig in Polen. Arkadiusz L. soll der Erfinder der so genannten Enkeltrick-Masche sein. Wegen seiner angeblich schlechten Gesundheit war ihm bis jetzt von der Justiz in Polen aber nicht beizukommen. Alexis L. jedoch muss sich im Moabiter Kriminalgericht wegen Enkeltrick-Betrügereien verantworten.

Am Freitag hat die Mutter zweier kleiner Kinder zwei Betrügereien zugegeben. Sie hatte bei den organisierten Betrügereien den Part der "Läuferin". Zunächst wurde bei den in der Regel alten Leuten angerufen und vorgetäuscht, dass man mit ihnen verwandt sei ("Rate mal, wer am Telefon ist...genau, ich bin es.") Ein paar Sätze später wird dann vom vermeintlichen Verwandten erklärt, dass er dringend für kurze Zeit Geld benötige. Hatte auch das funktioniert, wurde die Läuferin geschickt, um das Geld abzuholen.

In diesen Fällen einmal 20.000 Euro von einem 80-jährigen Witwer aus Offenau/Baden-Württemberg und 11.000 Euro bei einer 81 Jahre alten Frau aus dem brandenburgischen Staaken. Bei diesem Opfer wurde jedoch ein Bankangestellter misstrauisch. Als die "Läuferin" Alexis L. das Geld holen wollte, warteten schon Polizeibeamte.

Mit dem härtesten Fall der Anklage will Alexis L. angeblich nichts zu haben. Hier geht es um einen 76-jährigen Rentner aus Rudow, der einem vermeintlicher Neffen alle Ersparnisse gab: zunächst 30....

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