Strafprozess: Frauen in Berlin angegrapscht - Angeklagter gesteht

26-Jähriger legt vor Gericht ein umfassendes Geständnis ab. Er suchte gezielt nach Mädchen und Frauen, die Leggings trugen.

Anna G. hat ihn im Gerichtssaal sofort erkannt: "Ja, das ist er" beantwortet sie die Frage der Vorsitzenden Richterin einer Moabiter Strafkammer. Der 26-jährige David B. ist der Täter, der sie am 6. Juni vergangenen Jahres auf ihrem Heimweg verfolgte - und der ihr auch heute noch Alpträume bereitet.

David B. ist ein Grapscher. Ihm werden von der Staatsanwaltschaft sexuelle Nötigung und Körperverletzung vorgeworfen. In einem Fall, als sein Handgriff noch intensiver wurde, wird geprüft, ob es sich um eine Vergewaltigung handelt.

Im aktuellen Verfahren geht es um fünf Mädchen und junge Frauen. Das jüngste Opfer - auch dieses Mädchen wurde am Freitag als Zeugin gehört - war 15 Jahre alt. Es ist jedoch fraglich, ob tatsächlich alle Übergriffe zur Anzeige kamen. Oder ob sich einige Frauen nicht vielleicht doch begnügten, den Täter durch Schreie vertrieben zu haben.

"Da hat es in meinem Kopf klick gemacht"

David B. bestätigte vor Gericht die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft. Er habe ganz gezielt nach Frauen gesucht, manchmal stundenlang und oft auch schon in Nahverkehrsmitteln, und sie bis zu ihren Wohnhäusern verfolgt. Bis auf einen Fall geschahen die Überfälle jedesmal in Prenzlauer Berg, wo er auch selber wohnt. Am liebsten war es ihm, wenn die Opfer Leggings trugen. "Da hat es in meinem Kopf klick gemacht," sagte er. Vor dem Haus, im Hausflur, auf dem Treppenabsatz oder im Fahrstuhl drückte er die Opfer gegen ein Wand und begrapschte sie am Unterleib, an den Oberschenkeln und an den ...

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