Strafprozess: Mann prügelte Tochter seiner Lebensgefährtin bewusstlos

Der 51-jährige Hussein D. misshandelte die Tochter seiner Lebensgefährtin. Die Familie will keinen Kontakt mehr. Jetzt steht er vor Gericht.

Als die 34-jährige Manuela R.* im Gerichtssaal als Zeugin erscheint, beginnt der Angeklagte Hussein D. zu weinen. Sie blickt nicht zu ihm. Vermutlich ist ihm in diesem Moment klar geworden, dass er alles verloren hat. Der 51-Jährige ist angeklagt wegen Körperverletzung und Misshandlung Schutzbefohlener. Am 25. Dezember 2016 soll er Manuela R.s Tochter Nadine mit den Fäusten geschlagen, sie getreten und ihr büschelweise Haare ausgerissen haben.

Hussein D. streitet den Gewaltexzess ab. Er will die Zwölfjährige nur einige Male mit der flachen Hand geschlagen haben. Warum Nadine anschließend mit einem Schädel-Hirn-Trauma, einer gebrochener Nase und Prellungen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, kann er nicht erklären. "Er schlug ihr so stark ins Gesicht, dass sie gegen eine Wand prallte und kurz bewusstlos wurde", steht im Anklagesatz. Als Nadine R. aussagt, muss Hussein D. den Gerichtssaal verlassen. Sie ist zart, wirkt eher wie eine Neunjährige und hat noch immer große Angst vor ihm. Hussein kann ihre mit einer Videokamera übertragene Aussage in einem anderen Verhandlungssaal verfolgen.

Mutter stellte sich schützend vor ihre Tochter

Nadine R. berichtet, dass er sie öfter mal geschlagen habe. Aber noch nie zuvor sei er derart ausgerastet. Er habe sich geärgert, dass sie aus dem Fenster geschaut habe. Vielleicht weil draußen Jungs waren und er ihr verboten hatte, sich mit Jungs abzugeben.

Als nächste Zeugin kommt Manuela R. Sie hat D. 2010 kennengelernt, als er die Wohnung ih...

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