Strafvollzug: Justizverwaltung prüft Eignung Berliner Häftlinge

Häftlinge sollen passende Qualifizierung erhalten, um dann später schneller eine Arbeit zu finden

Das oberste Ziel des Strafvollzugs ist es, "die Gefangenen zu befähigen, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen". So steht es im Berliner Strafvollzugsgesetz. In der Praxis wird dieses Ziel allerdings oft verfehlt. Die Rückfallquote ist hoch, die Aussicht, nach der Entlassung ohne Probleme sofort einen Job zu bekommen, war in der Vergangenheit meist eher gering. Das soll anders werden. Die Justizverwaltung prüft daher ab sofort, welche Qualifizierungsmaßnahmen für welche Gefangenen tatsächlich geeignet sind, um ihre Chancen auf eine reibungslose (Wieder-)eingliederung am Arbeitsmarkt zu verbessern.

Unmittelbar nach ihrem Haftantritt müssen Strafgefangene daher seit einer Woche eine Art Eignungsprüfung ablegen – im besten Amtsdeutsch als "Kompetenzfeststellungsverfahren" bezeichnet. "Wir wollen wissen, was unsere Gefangenen können und was sie gerne machen wollen", sagte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) am Freitag, als das "Kompetenzfeststellungszentrum" offiziell eröffnet wurde.

Die Baukosten betrugen 1,45 Millionen Euro

Das Gebäude befindet sich in einem Innenhof der Justizvollzugsanstalt (JVA) Moabit. Die Architektur des Zweigeschossers – Fassadenelemente aus Kunststoff in weiß und rot – lässt sich mit dem Wort "zweckmäßig" beschreiben. "Ein gut konzeptioniertes neues Gebäude", lobte der Leiter der JVA Moabit, Wolfgang Fixson. Mit 1,45 Millionen Euro blieben die Kosten für den Bau im veranschlagten Rahmen.

In den sechs Schulungsräumen und dem ei...

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