Strauss-Kahn und Anne Sinclair bekommen Schadenersatz

Magazin wegen Verletzung der Privatsphäre verurteilt

Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn und seine in Trennung von ihm lebende Frau Anne Sinclair bekommen Schadenersatz von dem französischen Magazin "VSD". Ein Gericht in Nanterre verurteilte die Zeitschrift wegen Verletzung der Privatsphäre des Paares und ihres Bildrechts zur Zahlung von insgesamt 14.000 Euro. Davon gehen 4000 Euro an Strauss-Kahn und 10.000 Euro an Sinclair. Die beiden hatten ursprünglich jeder 100.000 Euro Entschädigung gefordert.

"VSD" hatte in einer Ausgabe im November 2011 ein Bild von Strauss-Kahn mit Sinclair an seiner Seite durch einen Riss getrennt dargestellt. "Anne Sinclair - wird sie ihn verlassen?" stand darunter geschrieben. Unter Strauss-Kahns Bild war zu lesen: "DSK - ist er krank? Erstmals gesteht er seine Sexsucht." Das Gericht urteilte nun, dass der Bericht nur auf Gerüchten basiert habe und das Privatleben des Paares dadurch zur Schau gestellt worden sei.

Das Magazin hatte in der Vergangenheit bereits Schadenersatz an Strauss-Kahn und dessen angebliche neue Freundin zahlen müssen, weil es Fotos der beiden veröffentlicht hatte. Strauss-Kahn war im Mai 2011 als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgetreten, nachdem er wegen Vergewaltigung eines Zimmermädchens angeklagt wurde. Ein Strafprozess in den USA wurde schließlich fallengelassen, ein Zivilverfahren läuft noch.

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