Streit über Beerdigungsort von Sambias erstem Staatschef Kaunda

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Kaunda wurde 97 Jahre alt

Einen Tag vor der Beerdigung des ersten Präsidenten von Sambia, Kenneth Kaunda, ist ein Streit über den Ort der Beisetzung entbrannt. Die Familie des Verstorbenen rief am Dienstag die Justiz an, um die für Mittwochmorgen geplante Beisetzung auf dem für Präsidenten reservierten Friedhof in Lusaka zu verhindern. Stattdessen forderten sie, Kaunda wie von ihm selbst gewünscht neben seiner 2012 verstorbenen Ehefrau Betty zu beerdigen.

Die bei einem Gericht in der Hauptstadt Lusaka eingereichte Klage trägt die Unterschrift mehrerer Kinder und Enkelkinder Kaundas, der am 17. Juni im Alter von 97 Jahren in einem Militärhospital in Lusaka an einer Lungenentzündung gestorben war. Die Regierung äußerte sich zunächst nicht zu der Klage der Familie.

Der bis 1991 regierende Kaunda trug den Beinamen "Afrikanischer Gandhi", da er sein Land 1964 ohne Blutvergießen in die Unabhängigkeit von Großbritannien geführt hatte. Eine große Trauerfeier im Nationalstadion, an der auch mehrere afrikanische Staatschefs teilnahmen, hatte bereits am Freitag stattgefunden.

lan/pe

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