Streit um Ablösung: Berlin-Partner-Chef wirft Ramona Pop Rufmord vor

Andreas Eckert, Aufsichtsratschef von Berlin Partner, soll nach dem Willen von Ramona Pop gehen. Nun ist der Streit verbal eskaliert.

Rufmord, Arroganz der Macht, politische Methoden wie im "Ostblock". All das wirft der Aufsichtsratsvorsitzende von Berlin Partner, Andreas Eckert, Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) in einem Brief vor. Hintergrund sind die Bestrebungen, Führung und Strukturen bei der Wirtschaftsfördergesellschaft neu zu ordnen. Nachdem öffentlich wurde, dass die Senatorin Eckert als Vorsitzenden des Kontrollgremiums ablösen möchte, antwortete der Medizintechnikunternehmer mit einem mehr als geharnischten Brief.

Ramona Pop äußerte sich zu dem Vorgang nicht. Jede öffentliche Auseinandersetzung schade Berlin Partner, sagte sie der Morgenpost. Zudem wolle sie sich nicht an einem "Jahrmarkt der Eitelkeiten" beteiligen. Die Grünen-Politikerin wies aber Vorhaltungen Eckerts, sie habe ihm ihren Plan nicht offenbart, zurück und betonte, dass sie selbstverständlich mehrfach mit Eckert gesprochen habe.

Vorwurf: Aufsichtsrat zu lasch geführt

In dem Brief attestiert Eckert seiner ersten Stellvertreterin im Aufsichtsrat, die Mitglieder der Geschäftsleitung "mit Hilfe von Pressegesprächen massiv und unbegründet in Verruf zu bringen". Das sei "schäbiger Rufmord" gegenüber abhängig Beschäftigten und verstoße gegen die Fürsorgepflicht, erklärt Eckert in dem Schreiben, das der Morgenpost vorliegt. Es ging als E-Mail an die Senatorin, die übrigen Aufsichtsratsmitglieder sowie an die beiden Geschäftsführer Stefan Franzke und Andrea Joras. Zuvor war aus Kreisen der Landesregierung verlautet, Eckert führe den Auf...

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