Streit um Dirndl: Grünen-Politikerin verspottet Staatssekretärin

Die Bayerin Dorothee Bär kam im Dirndl in den Bundestag - doch das passte nicht allen. (Bild: ddp images)

Zoff im Berliner Regierungsviertel: Statt um die Pkw-Maut oder um Sozialabgaben geht es dieses Mal allerdings um ein Stück Stoff. Im Mittelpunkt des aktuellen Streits steht das Dirndl der bayrischen Verkehrsstaatssekretärin Dorothee Bär (36, CSU). Weil sie mit dem tief ausgeschnittenen Trachtenkleid in den Bundestag kam, wurde sie von der Grünen-Politikerin Sylvia Kotting-Uhl (61) auf Twitter als „rückständig“ verspottet.

Das 181. Münchener Oktoberfest steht vor der Tür und die Bayern kramen schon einmal die Trachten aus dem Kleiderschrank. Auch Verkehrsstaatssekretärin Bär trägt gern Dirndl. Nun kam sie in dem traditionellen Aufzug sogar in den Bundestag.

Bei der Grünen-Politikerin Kotting-Uhl kam das jedoch gar nicht gut an. Auf Twittert motzte sie: „Bayern bleibt Bayern. @DoroBaer im Dirndl auf der Regierungsbank.“ Bär ließ sich davon nicht beeindrucken und fragte: „Planen @Die_Grünen etwa ein Dirndltrageverbot?“

Die Antwort der grünen Modepolizistin ließ nicht lange auf sich warten. „Nein, ist ok. Die Bayern finden's passend, der Rest der Welt rückständig“, twitterte Kotting-Uhl. Bär nutzte diese Vorlage der Grünen-Politikerin und postete ein Bild der einstigen Grünen-Bundesvorsitzenden Claudia Roth. Es zeigt sie im Dirndl und mit einem Bierkrug in der Hand. „Total rückständig diese Bayerischen CSUlerinnen! Oh wait...“, kommentierte Bär. Kotting-Uhl konterte, dass die Grünen den Bundestag aber nicht mit dem Oktoberfest verwechselten.

Der Twitter-Zoff sorgte im Internet für beste Unterhaltung. Die meisten User unterstützten CSU-Politikerin Bär. Viele nannten Kotting-Uhl „intolerant“ und sahen das Klischee der Grünen als „Verbotspartei“ bestätigt.







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