Streit um streunenden Kater kostet britische Nachbarn mehr als 20.000 Pfund

Ein Streit um einen streunenden Kater kommt Nachbarn in Großbritannien teuer zu stehen: Wie britische Medien am Freitag berichteten, konnte der Streit zwar nach vier Jahren außergerichtlich beigelegt werden - die Anwaltskosten belaufen sich mittlerweile aber auf mehr als 20.000 Pfund (23.000 Euro). Die Londonerin Jackie Hall und ihr Mann John wollten ihre Nachbarin Nicola Lesbirel mit einer einstweilige Verfügung davon abhalten, ihren Kater zu füttern.

Der grau-weiße Rassekater namens Ozzy war immer wieder länger von zu Hause weggeblieben - und anschließend mit neuen Halsbändern zurückgekommen. Um dem Herumtreiber auf die Spur zu kommen, statteten die Halls ihren Kater mit einem GPS-Halsband auf und verfolgten ihn bis zu Lesbirels Haus.

Sie baten die Landschaftsgärtnerin zunächst in Briefen, Textmitteilungen und E-Mails darum, ihren Kater nicht mehr zu füttern - und heuerten im November 2015 schließlich einen Anwalt an, um eine einstweilige Verfügung gegen Lesbirel zu erwirken. Dazu kam es letztlich nicht. Den Berichten zufolge sicherte Lesbirel im Dezember rechtsverbindlich zu, dem Kater künftig weder Katzenfutter noch Dosenfisch oder -fleisch zu geben.

Die Kunsttherapeutin Hall sagte der "Times", der Streit sei für sie "sehr belastend" gewesen. Lesbirel habe den Kater nicht nur "gelegentlich" gefüttert, sondern ihn für ihren eigenen Kater gehalten. Lesbirel bestreitet nach wie vor jedes Fehlverhalten. Ozzy habe nun einmal seinen eigenen Kopf und ihren Garten zu seinem Revier erklärt, sagte sie der Zeitung. "Er ist ein sehr energischer Kater."