Streit um Umgang mit einem "Killer-Elefanten" in Nepal

Armee schickt bewaffnetes Kommando los

In Nepal ist ein heftiger Streit um den mutmaßlichen "Killer-Elefanten" Dhrube entbrannt, der in den vergangenen vier Jahren bis zu 15 Menschen zu Tode getrampelt haben soll. Nachdem bekannt wurde, dass die Armee ein bewaffnetes Kommando auf die Jagd nach Dhrube schickte, protestierten Tierschutzorganisationen gegen das "unethische" und "illegale" Vorgehen. Den Elefanten zur Strecke bringen zu wollen, sei auch "unnötig", erklärten die Organisationen Animal Nepal und AWNN in einem gemeinsamen Appell.

"Elefanten sind von Natur aus brave Tiere, die Menschen nur nach Provokationen angreifen", sagte ein AWNN-Sprecher. Das Problem sei durch "menschliches Versagen" im Umgang mit dem Elefanten entstanden. Bei dem Bullen Dhrube wird davon ausgegangen, dass er frustriert ist, weil ihm keine Weibchen zur Verfügung stehen. Nachdem Dhrube im November zwei Menschen getötet haben soll, sägten ihm Wildhüter die Stoßzähne ab, ließen ihn aber wieder laufen. Die Jagd auf den Elefantenbullen wurde von der Armee in der vergangenen Woche angeordnet.

Die Tierschützer forderten die Direktion des Chitwan-Nationalparks auf, Dhrube "wiedereinzugliedern". In Nepal gibt es rund 300 Elefanten, von denen einhundert gezähmt sind und Touristen durch Dschungellandschaften tragen.

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