Streunendes Nilpferd nach zehntägiger Jagd in Mexiko eingefangen

Bei den Einheimischen war Tyson ein Star

Nach zehntägiger Jagd ist es den mexikanischen Behörden endlich gelungen, ein herumstreunendes Nilpferd einzufangen. "Tyson", wie die Mexikaner den etwa drei Jahre alten und 600 Kilogramm schweren Streuner nannten, sei mit seiner Lieblingsnahrung in einen Käfig gelockt und in ein Tierreservat des Bundesstaats Veracruz gebracht worden, teilte die Umweltschutzbehörde Profepa am Dienstag mit. Sie erinnerte daran, dass Nilpferde für den Menschen äußerst gefährlich sind.

Woher Tyson kommt, ist unklar. Einwohner der ländlichen Gemeinde Las Choapas, wo sich das Nilpferd seit Wochen herumtreibt, vermuten, dass es aus einem Gehege mit exotischen Tieren ausgebüchst war, das einem Drogenboss gehört. Für die Einheimischen war es ein Star: Sie gaben ihm einen Namen, richteten ihm eine Facebook-Seite ein, versorgten ihn mit Fressen und ließen sich unablässig mit ihm fotografieren. Einige versuchten sogar, es zu streicheln.

Das rief Experten der Profepa auf den Plan, die um die Sicherheit von Tysons Fans fürchtete. Das Nilpferd lebe ab sofort in einem 370 Kilometer entfernten Wildpark, bis sein "legaler Status" geklärt sei, erklärte die Behörde nun.

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