Macron kündigt nach Studentenprotesten Hilfe an

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Protest von Studierenden in Paris

Nach Protesten von Studierenden gegen die Corona-Einschränkungen in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron Hilfe zugesagt. Er kündigte am Donnerstag bei einem Besuch an der Universität Paris-Saclay Ein-Euro-Mahlzeiten und psychologische Unterstützung für Studierende an. Zudem soll laut Macron ein Tag in der Woche Präsenzlehre an den derzeit geschlossenen Universitäten möglich sein.

Eine Rückkehr zur Normalität an den Hochschulen sei angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen derzeit "nicht vorstellbar", sagte Macron bei seinem Besuch an der Universität im Südwesten der französischen Hauptstadt. Die Studierenden müssten "bis zum Sommer mit den Zwängen leben".

Jeder soll in den Mensen aber täglich Anspruch auf zwei Mahlzeiten zum Preis von einem Euro haben. Zudem soll es staatliche Zuschüsse für den Gang zum Therapeuten geben, wenn Studierende psychisch besonders unter Corona leiden.

Am Mittwoch hatte es in mehreren französischen Städten Proteste gegeben. Viele Studierende klagen über Vereinsamung durch Online-Vorlesungen sowie finanzielle Probleme. Ab der kommenden Woche sollen zunächst Studierende im ersten Jahr teilweise wieder an die Hochschulen zurückkehren dürfen, wie es die Regierung angekündigt hatte.

lob/ans