Studentin wird als Terroristin beschimpft und angespuckt

Studentin wird als Terroristin beschimpft und angespuckt

Eine 21-jährige Studentin mit Kopftuch wurde in der österreichischen Hauptstadt Wien Opfer eines rassistischen Angriffs. Eine Frau beschimpfte sie als „Terroristin“ und unterstellte ihr, eine Bombe dabei zu haben. Als niemand ihr zu Hilfe kam, filmte die Studentin den Angiff.

Dina Mohamed lernte im Allgemeinen Krankenhaus in Wien für ihr Studium der Lebensmittel- und Biotechnologie. In einer Lernpause begab sich die 21-Jährige Wienerin mit ägyptischen Wurzeln auf den Gang, als neben ihr ein Paar laut zu diskutieren begann. Plötzlich beschimpften sie die junge Frau als „Terroristin“ und spuckten ihr mehrmals ins Gesicht. Außerdem unterstellten sie ihr, eine Bombe bei sich zu tragen. Obwohl einige Menschen das Geschehen beobachteten, griff niemand ein. Dina Mohamed filmte daraufhin die Frau, um sie anschließend anzuzeigen.

Im Video versteckte die Frau teilweise ihr Gesicht, während sie die Studentin als „Terroristenscheiße“ beschimpft und weitereilt. Im Hintergrund sind Passanten zu sehen, die zwar aufmerksam das Geschehen beobachten, jedoch nicht eingreifen. Als die 21-Jährige daraufhin zur Polizei geht, wird dem Fall nicht weiter nachgegangen, da die Identität der Frau trotz des Videos nicht festgestellt werden konnte. In einem Interview mit "Wien Tv" zeigt sich Dina Mohamed enttäuscht: "Muslime werden unter Generalverdacht gestellt. [...] Es ist immer die Rede von Muslimen, wenn man von Terroristen spricht. Dadurch wirft man alle in einen Topf." Das Interview mit der Studentin wurde zweimal wegen rassistischen Passantinnen unterbrochen, erklärt die Redaktion von Wien TV im Nachspann.

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