Studie: Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt sich

Der Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt sich und könnte einer neuen Studie zufolge bis zum Ende des Jahrhunderts 65 Zentimeter betragen. Diese Zahl, die mit Schätzungen der UNO übereinstimmt, könnte für Küstenstädte ernsthafte Folgen haben, heißt es in der am Montag vom US-Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) veröffentlichten Untersuchung.

Demnach könnte der Anstieg des Meeresspiegels, der derzeit bei durchschnittlich drei Millimetern jährlich liegt, bis zum Jahr 2100 mehr als das Dreifache betragen, nämlich zehn Millimeter pro Jahr.

Die Forschungsergebnisse beruhen auf Daten, die über einen Zeitraum von 25 Jahren von Satelliten erhoben wurden. Sie stünden "annähernd" in Übereinstimmung mit den Projektionen des Weltklimarats (IPCC) in seinem Fünften Sachstandsbericht, schreiben die Autoren.

Der beschleunigte Meeresspiegelanstieg hänge vor allem mit der Eisschmelze in Grönland und der Antarktis zusammen, erklärte Steve Nerem, Professor für Raumfahrttechnik an der Universität von Colorado Boulder. Der Anstieg von mehr als 60 Zentimetern bis zum Ende des Jahrhunderts sei noch eine "konservative Schätzung".

Der Klimawandel beeinflusst den Meeresspiegelanstieg durch zwei Phänomene: die schnelle Eisschmelze an den Polen und die zunehmende Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre. Letztere führt zu einer Erwärmung des Meereswassers, das sich daraufhin ausdehnt.

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