Studie: Anzahl und Vermögen von Millionären weltweit auf neuem Höchststand

Die Zahl der Menschen, die nach Abzug des Wertes ihres Hauptwohnsitzes über ein Vermögen von mindestens einer Million Dollar verfügen, stieg im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent auf 22,8 Millionen. (Adem ALTAN)
Die Zahl der Menschen, die nach Abzug des Wertes ihres Hauptwohnsitzes über ein Vermögen von mindestens einer Million Dollar verfügen, stieg im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent auf 22,8 Millionen. (Adem ALTAN)

Weltweit hat es einer Studie zufolge noch nie so viele Millionäre gegeben und ihr Vermögen war noch nie so groß. Die Zahl der Menschen, die nach Abzug des Wertes ihres Hauptwohnsitzes über ein Vermögen von mindestens einer Million Dollar verfügen, stieg im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent auf 22,8 Millionen, erklärte das französische Beratungsunternehmen Capgemini am Mittwoch. Ihr Gesamtvermögen stieg demnach um 4,7 Prozent auf 86,8 Billionen Dollar.

Capgemini stellt diese Berechnungen auf Basis statistischer Auswertungen in 71 Ländern seit 1997 jährlich an. Beide Werte sind demnach neue Höchststände - und das nachdem die reichsten Menschen der Welt im Vorjahr 2022 die stärksten Wohlstandverluste seit zehn Jahren hatten hinnehmen müssen.

Der Anstieg der Vermögen im Jahr 2023 geht - wie auch der Absturz im Vorjahr - vor allem auf die Entwicklung an den Börsen zurück. Der US-Tech-Index legte im vergangenen Jahr um 43 Prozent zu, der S&P500 um 24 Prozent. Der Dax stieg um 20 Prozent und der wichtigste französische Börsenindex CAC40 um 16 Prozent.

"Die Aktien stiegen zusammen mit dem Tech-Markt, angetrieben von der Begeisterung für generative KI und ihre potenziellen Auswirkungen auf die Wirtschaft", heißt es in der Studie. Den stärksten Zuwachs bei der Zahl der Millionärinnen und Millionäre verzeichnete demnach mit 7,1 Prozent Nordamerika, ihr Vermögen stieg um 7,2 Prozent.

Die Höhe der Vermögen und die parallel dazu steigende Ungleichheit haben in den vergangenen Jahren wiederholt Debatten über Gerechtigkeit bei der Besteuerung ausgelöst. Brasilien und Frankreich haben im Rahmen der Gruppe der G20-Staaten gefordert, eine globale Mindeststeuer auf die größten Vermögen der Welt einzuführen.

pe/hcy