Studie: Äpfel fördern die Gesundheit des Gehirns

Alexandra Thompson
·Lesedauer: 2 Min.

In der Fachzeitschrift „Stem Cell Report“ schreiben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen in Dresden: „Ein Apfel am Tag hält den Arzt fern“. An diesem Spruch scheint tatsächlich etwas dran sein.

Red apple with half isolated on white background with clipping path and full depth of field. Top view. Flat lay. Set or collection.
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Die Forscher konnten ein Antioxidans in Apfelschalen mit einer erhöhten Überlebensrate von Nervenzellen des Gehirns in Verbindung bringen, wenn es bei Mäusen injiziert wurde.

Die deutschen Wissenschaftler injizierten dazu erwachsenen Mäusen das Antioxidans Quercetin in den Bauch. Dieser Stoff ist in Apfelschalen besonders reichlich vorhanden. Das Team konzentrierte sich dann auf den Hippocampus der Nager, einen Bereich des Gehirns, der für das Lernen und das Gedächtnis zuständig ist.

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Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Quercetin-Injektion das Überleben und die Differenzierung von Nervenzellen, sogenannten Neuronen, im Hippocampus der Tiere förderte. Die Differenzierung findet statt, wenn eine Zelle bei der Teilung ihre Funktion ändert – in der Regel, um sich zu spezialisieren.

Dann verabreichten die Wissenschaftler den Mäusen den Stoff 3,5-Dihydroxybenzoesäure, der im Inneren des Apfels vorkommt. Auch dieser erhöhte die „neuronale Proliferation von Vorläuferzellen und Neurogenese“ signifikant. Neuronale Vorläuferzellen können sich über einen schnellen Teilungsprozess, der als Proliferation bezeichnet wird, zu Neuronen differenzieren. Die Neurogenese wiederum beschreibt, wie neue Nervenzellen im Gehirn gebildet werden.

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Die Verabreichung von Apfelsaft an die Mäuse zeigte jedoch keine Wirkung. Das könnte daran liegen, dass der Gehalt an Antioxidantien in dem beliebten Getränk zu gering ist. Die Wissenschaftler betonen, dass weitere Forschungsarbeiten erforderlich sind, um herauszufinden, ob diese Antioxidantien eine ähnlich vielversprechende Wirkung bei anderen Tieren beziehungsweise beim Menschen haben.

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