Studie: Darum ist Einschlafen vor dem Fernseher ungesund

·Freie Autorin
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Die einen schwören drauf, die anderen könnten es nie: Einschlafen vor dem Fernseher. Warum die angebliche Einschlafhilfe sogar für Schlafprobleme sorgen kann, zeigt eine neue Studie.

Einschlafen vor dem Fernseher kann den Schlaf beeinträchtigen. (Symbolbild: Getty Images)
Einschlafen vor dem Fernseher kann den Schlaf beeinträchtigen. (Symbolbild: Getty Images)

Der spannende Film ist längst zu Ende, doch der Fernseher läuft immer noch – manchmal sogar die ganze Nacht. Viele schlafen gerne vor der Flimmerkiste ein und schwören auf die angeblich einschläfernde Wirkung der monotonen Geräuschkulisse. Doch Einschlafen vor dem Fernseher ist für die Gesundheit alles andere als förderlich. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie aus Salzburg, die im Magazin “Journal of Neuroscience“ publiziert wurde.

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Wissenschaftler untersuchten dafür das Schlafprofil von 17 Probanden mit einem Altersdurchschnitt von 22 Jahren. Um den Fernseher zu simulieren, wurden die Probanden mit bekannten und unbekannten Stimmen aus Lautsprechern beschallt während sie schliefen. Das Ergebnis: Bei unbekannten Stimmen – also auch solchen, die aus dem TV kommen – zeigte sich im Schlafverhalten des Gehirns eine erhöhte Wachsamkeit. Was die Schlafqualität wiederum negativ beeinflussen kann.

Gehirn im Wachmodus

Läuft also der Fernseher die ganze Nacht und beschallt das Gehirn mit unbekannten Stimmen, kann es nicht richtig abschalten. Laut den Salzburger Forschern liegt das wohl an einem Rest-Instinkt aus der Zeit, als Menschen noch Angst vor Stammesfeinden haben mussten und immer wachsam waren.

Zwar erklären die Forscher in ihrer Studie auch, dass das Gehirn sich an den Zustand der Dauerbeschallung durchaus ein Stück gewöhnen kann, empfehlenswert ist das Einschlafen vor dem Fernseher aber trotzdem nicht.

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Denn neben der Geräuschkulisse hemmt auch das künstliche Licht die Bildung des Schlafhormons Melatonin. Gleiches gilt übrigens auch für Laptops, Tablets und Smartphones, die gerne vor dem Schlafen gehen genutzt werden, um abzuschalten.

Besser: Alle Geräte ausschalten – und erst dann ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist.

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