Studie: Energetische Sanierung teurer als Einsparungen

Grüne zweifeln an Prognos-Studie für Förderbank KfW

Die Kosten der energetischen Sanierung übersteigen laut einer Studie die Einsparungen deutlich. Wie die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf eine Studie für die staatliche Förderbank KfW berichtet, rentieren sich auch die zusätzlichen finanziellen Aufwendungen für den Neubau energiesparender Wohngebäude nicht. Die Grünen äußerten Zweifel an den Schlussfolgerungen der Studie des Instituts Prognos.

Die Investitionen für energetische Sanierung ließen sich "nicht allein aus den eingesparten Energiekosten finanzieren", schreibt die KfW laut "Welt" in ihrem Bericht. Um den Heizenergieverbrauch in deutschen Wohngebäuden wie von der Regierung geplant bis 2050 um 80 Prozent zu senken, sind der Studie zufolge bis dahin Investitionen in Höhe von 838 Milliarden Euro nötig. Im Gegenzug könnten jedoch nur Energiekosten in Höhe von 370 Milliarden Euro eingespart werden. Für den Verlust müssten sowohl Eigentümer als auch Mieter und Steuerzahler aufkommen.

"Es wäre nicht das erste Mal, dass sich Prognos bei klimapolitischen Vorhersagen verrechnet hat", erklärte dazu der Grünen-Energieexperte Hans-Josef Fell. Das gelte zum Beispiel für den in den vergangenen Jahrzehnten erfolgten Anstieg der Heizölpreise auf das Dreifache. Auch in der neuen Studie setze Prognos die zukünftigen Heizkosten viel zu niedrig an. Fell äußerte die Befürchtung, dass die Studie Hausbesitzer und Vermieter von energetischen Sanierungen abhalten werde, "obwohl sie damit sich selbst und ihre Mieter immer tiefer in die Heizkostenfalle treiben werden".

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