Studie: Luftverschmutzung kann Risiko von altersbedingter Augenerkrankung erhöhen

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Schlechte Luftqualität birgt Gesundheitsrisiken

Luftverschmutzung könnte einer neuen Studie zufolge das Risiko einer altersbedingten Augenerkrankung erhöhen. Wer an einem besonders belasteten Wohnort lebt, hat laut der am Dienstag in der Fachzeitschrift "British Journal of Ophthalmology" veröffentlichten Langzeitstudie eine um acht Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, an altersbedingter Makuladegeneration (AMD) zu erkranken.

AMD ist die häufigste Erblindungsursache bei über 50-Jährigen in reicheren Nationen. Schätzungen zufolge könnten bis zum Jahr 2040 rund 300 Millionen Menschen davon betroffen sein. Bekannte Risikofaktoren sind das Alter, Rauchen und die genetische Veranlagung.

Die Wissenschaftler hatten seit 2006 die Daten von mehr als 115.000 Studienteilnehmern ausgewertet. Am Ende des Untersuchungszeitraums wurde bei 1286 Teilnehmern eine AMD diagnostiziert. Unter Berücksichtigung weiterer Faktoren wie dem Lebensstil ergab sich demnach ein erhöhtes Erkrankungsrisiko an Orten mit hoher Luftverschmutzung.

"Insgesamt deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass Luftverschmutzung, insbesondere Feinstaub oder verbrennungsbedingte Partikel, das Risiko von AMD beeinflussen können", heißt es in der Studie.

Da es sich um eine reine Beobachtungsstudie handelte, konnten die Wissenschaftler keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Luftverschmutzung und der Augenerkrankung herstellen. Experten zufolge liefert sie jedoch einen weiteren Hinweis auf die Gesundheitsrisiken schlechter Luftqualität.

Wissenschaftlern zufolge geht mit Luftverschmutzung auch ein erhöhtes Risiko für Herz- und Lungenerkrankungen einher. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Luftverschmutzung für mindestens sieben Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich.

noe/bfi