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Studie: Musiker fürchten wegen Künstlicher Intelligenz Umsatzeinbrüche

Musiker in Frankreich und Deutschland befürchten in den kommenden Jahren Umsatzeinbrüche durch Künstliche Intelligenz (KI). 71 Prozent der Mitglieder der Gema und ihres französischen Pendants sehen ihre wirtschaftliche Grundlage bedroht (Javier TORRES)
Musiker in Frankreich und Deutschland befürchten in den kommenden Jahren Umsatzeinbrüche durch Künstliche Intelligenz (KI). 71 Prozent der Mitglieder der Gema und ihres französischen Pendants sehen ihre wirtschaftliche Grundlage bedroht (Javier TORRES)

Musikerinnen und Musiker in Frankreich und Deutschland befürchten in den kommenden Jahren massive Umsatzeinbrüche durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). 71 Prozent der Mitglieder der Verwertungsgesellschaft Gema und ihres französischen Pendants Sacem, sehen ihre wirtschaftliche Grundlage bedroht, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Studie. Außerdem zeigt die Studie, dass der Einsatz von KI in der Branche bereits weit verbreitet ist: 35 Prozent gaben an, KI zu nutzen.

Den Angaben von Gema und Sacem zufolge könnte der Umsatz zwischen 2023 und 2028 um 27 Prozent zurückgehen. Allein in Frankreich und Deutschland entspreche das 2,7 Milliarden Euro. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der über 15.000 befragten Musikschaffenden sehen in KI ein Risiko für die Branche, elf Prozent eine Chance, heißt es in der Studie.

Einigkeit herrscht weitestgehend darüber, dass KI-Entwickler offenlegen sollten, wenn sie urheberrechtlich geschützte Musik nutzen, um ihre KI-Tools zu trainieren und zu erforschen. Das forderten 95 Prozent der Gema- und Sacem-Mitglieder. Fast genauso viele wünschten sich, dass politische Entscheidungsträger den Herausforderungen rund um KI mehr Aufmerksamkeit beimessen.

Die Urheberinnen und Urheber benötigten Transparenz und Kontrolle über die Nutzung ihrer Werke. "Vor allem aber brauchen sie eine faire Beteiligung an den Erlösen, die sich im Bereich der generativen KI bis 2028 verzehnfachen werden", erklärte Tobias Holzmüller, Geschäftsführer der Gema.

Es gehe nicht darum, die Aktivität von KI-Tools im Musikbereich zu verlangsamen, sondern ihr Virtuosität zu verleihen, machte die Sacem-Chefin Cécile Rap-Veber deutlich: "Wir hoffen, dass wir durch die Ausübung unseres Opt-out-Rechts eine transparente und faire Beziehung zwischen Urheberinnen, Urhebern und KI-Unternehmen herstellen können."

mb/hcy