Studie: Neuseeländische Bergpapageien rufen mit bestimmtem Laut zum Spielen auf

Neuseeländischer Bergpapagei

Neuseeländische Bergpapageien verfügen offenbar über einen bestimmten Ruf, dessen Wirkung Wissenschaftler mit einem ansteckenden Lachen vergleichen. Es gebe einen Ruf, der sich von anderen Lauten der Vögel unterscheide und Artgenossen zum spontanen Spielen verleite, heißt es in der Studie, die am Dienstag im Fachblatt "Current Biology" veröffentlicht wurde.

Neuseeländische Bergpapageien, auch Kea genannt, leben in Bergregionen des Inselstaates und gelten als intelligent und spitzbübisch. Der österreichische Wissenschaftler Raoul Schwing hatte die Tiere während seiner Zeit als Doktorand an der Auckland University erforscht und den spezifischen Laut der Papageien bemerkt. Wenn ein Kea auf diese Weise rufe, würden selbst Artgenossen, die gerade allein sind, anfangen zu spielen, berichtete Schwing.

"Die Tatsache, dass zumindest einige dieser Vögel spontan zu spielen begannen, als gerade kein anderer Vogel gespielt hatte, legt nahe, dass es ähnlich dem menschlichen Lachen eine emotionale Wirkung auf die Vögel hat", kommentierte Schwing den Laut der Vögel. Ähnliche "emotional ansteckende" Laute seien bislang nur bei Säugetieren festgestellt worden, nämlich bei Schimpansen und Ratten.

Schwing spekulierte, dass menschliches Lachen gar nicht so einzigartig ist. "Wenn Tiere lachen können, sind wir nicht so anders als sie."

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