Suche nach Vermisstem: Hubschrauber-Pilot mit Laser geblendet - Festnahme

Ein Polizeihubschrauber sucht das Gelände ab. (Symbolbild)

Potsdam. Der Pilot eines Polizeihubschraubers musste am Dienstag die Suche nach einem Vermissten abbrechen. Der Grund: Bei dem Einsatz über Potsdam wurde er von einem Laserpointer geblendet, das teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Der Pilot war während des Einsatzes zweimal durch direktes Strahlen in das Cockpit gestört worden. Er wurde dabei so stark geblendet, dass er den Einsatz abbrechen musste und sich noch in der Nacht wegen gesundheitlicher Probleme einem Arzt vorstellte.

Täter noch in der Nacht gefasst

Die Polizei konnte noch in der Nacht einen Tatverdächtigen ermitteln. Der Pilot hatte mitteilen können, von wo die Attacke auf seinen Hubschrauber erfolgt war. In einer Wohnung in der Hebbelstraße in der nördlichen Innenstadt von Potsdam wurde ein Laserpointer sichergestellt und ein Tatverdächtiger festgenommen.

Gegen den Potsdamer ermittelt die Kriminalpolizei nun wegen Gefährdung des Luftverkehrs. Zudem muss er damit rechnen, dass die Polizei prüft, auch zivilrechtlich gegen ihn vorzugehen.

Bis zu 10 Jahre Haft für Laser-Angriffe

Wer Piloten mit einem Laserpointer blendet, macht sich in Deutschland strafbar. In Paragraf 315 des Strafgesetzbuches ist geregelt, dass „gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr“ mit Gefängnisstrafen von bis zu zehn Jahren bestraft werden können.

2016 waren dem Luftfahrt-Bundesamt in Deutschland 141 Laserattacken gemeldet worden, 36 davon auf Hubschrauber. Das waren weniger Fälle als 2015, als der Behörd...

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